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Innerspace: Tiroler Startup mit VR-Trainings holt Millioneninvestment

VR-Training bei Innerspace. © Innerspace
VR-Training bei Innerspace. © Innerspace

Und schon wieder Tirol: heute gibt das Virtual-Reality-Startup Innerspace eine frische Investmentrunde abgeschlossen zu haben. Der Tiroler Frühphasen-Investor Mad Ventures und der deutsche High-Tech Gründerfonds aus Bonn haben gemeinsam eine Millionensumme aufgestellt, um in das 2017 gegründete Unternehmen rund um CEO Sebastian Scheler zu investieren. Mad Ventures hält nun etwa 16, der deutsche Fonds etwa 15 Prozent an dem Unternehmen. Mit dem frischen Geld soll das Produkt und die Expansion vorangetrieben werden.

Innerspace ist Trending Topics-Lesern bereits im Rahmen der #glaubandich-Challenge 2018 aufgefallen. Das Unternehmen mit 25 Mitarbeitern setzt VR zum Training von Mitarbeitern in der Life-Science-Industrie ein. Dort geht es etwa darum, Personal in Reinräumen die Schlüsselmomente in kritischen Tätigkeitsbereichen beizubringen. „Die Pharmabranche ist stark reguliert und bei vielen Prozessen haben kleinste Fehler fatale Auswirkungen. Exzellent ausgebildete und vorbereitete Mitarbeiter sind eine Grundvoraussetzung für die Beherrschung immer komplexerer Produktionsprozesse“, Innerspace-Chef Scheler.

Im virtuellen Reinraum

In einer virtuellen Trainingsumgebung könne man mit Hilfe von umgehenden Feedback in der künftigen Arbeit schwerwiegende Fehler vermeiden. Auch um den Mindset des Mitarbeiters gehe es. Mit Hilfe der Trockenübungen in der virtuellen Realität könnten sie lernen, sowohl mit Stresssituationen als auch mit repititiven Aufgaben richtig umzugehen. So lernen Nutzer etwa, wie man sich richtig in einem Reinraum bewegt oder wie Oberflächen und Hände richtig desinfiziert werden. Die Trainings können dann außerdem auch in anderen Räumlichkeiten stattfinden, um die Auslastung der Reinräume zu verringern.

Bernhard Fercher (CTO), Andreas Berger (CTO), Walter Ischia (CFO) und Sebastian Scheler (CEO) von Innerspace. © Innerspace
Bernhard Fercher (CTO), Andreas Berger (CTO), Walter Ischia (CFO) und Sebastian Scheler (CEO) von Innerspace. © Innerspace

„Virtual Reality gilt für viele immer noch als eine Spielerei. Für unsere Kunden ist es hingegen der Schlüssel zu einer völlig neuen Art zu lernen und zu trainieren“, so Walter Ischia, Managing Partner von Mad Ventures. Ischia ist selbst auch gleichzeitig der CFO des Startups. Mad Ventures sieht sich als Frühphase-Investor stets auch als operativer Teil des Unternehmens.

Tiroler Startup-Festspiele

Pharmaunternehmen, die die Lösung von Innerspace einsetzen wollen, bekommen bei Innerspace ein Gesamtpaket, das aus den Trainingseinheiten, der VR-Hardware, einem „Training Management System“ und Service und Support besteht. Zum Einsatz kommt bei Innerspace offenbar Hardware von HTC. Der Einstieg liegt im mittleren fünfstelligen Bereich pro System.

Tirol liefert derzeit der Reihe nach Erfolgsmeldungen im Startup-Bereich. So bekamen zuletzt Gronda, ParityQC und Swarm Analytics neue Investorengelder. Warum es in dem westlichen Bundesland derzeit so gut läuft, haben Harald Oberrauch und Marcus Hofer von Startup-Tirol Trending Topics erst Anfang dieser Woche erläutert. Hier der Artikel:

Tiroler Startup-Festspiele

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