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Ingrid Brodnig: „Menschen unterschätzen, wie anfällig sie für Fake News sind“

Fake News sind nach dem US-Wahlkampf und dem Brexit-Votum auch 2019 noch ein großes Thema. Insbesondere Facebook geht stark dagegen vor und hat zuletzt etwa die Sperrung einer zum russischen Fernsehsender RT gehörenden Facebook-Seite veranlasst. Auch im Wahlkampf vor den EU-Wahlen im Mai rechnen Experten damit, dass es zu einer ordentlichen Zunahme an Falschmeldungen kommen könnte, um Wähler zu beeinflussen.

„Menschen unterschätzen, wie anfällig sie für Fake News sind“, sagt Buchautorin Ingrid Brodnig, die sich mit dem Thema Fake News intensiv auseinander setzt, „Future Flash“ von 4Gamechangers TV. „Falschmeldungen glauben ja vor allem die Menschen, denen das gut ins Weltbild passt. Man glaubt eher Falschmeldungen, die die eigenen Ängste oder Vorurteile betreffen. Das Gefährliche ist, dass wir es nicht merken. Wir sind dann anfällig, wenn wir am wenigsten drüber nachdenken, ob das wirklich stimmt.“

Aufklärung vor allem in der Schule sei wichtig, denn da seien die Menschen noch „greifbar“. „je früher ein Mensch etwa Empathie lernt, desto eher wird er es durch sein ganzes Leben tragen“, so Brodnig. „Es sollte in der Schule ein Fach Medienkompetenz geben. Wir brauchen aber nicht nur das Fach, sondern eine massive Ausdehnung der Lehrerausbildung, denn wir brauchen auch Lehrer, die das unterrichten können.“

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