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Gastbeitrag

Best Practice: Wie sich Influencer Marketing und Content Marketing verbinden lassen

Instagram-Bilder von TUI Austria. © Tui Austria
Instagram-Bilder von TUI Austria. © Tui Austria

Neben Influencer Marketing war Content Marketing in den letzten Jahren das Hype-Thema bei jeder Marketing-Konferenz. Dabei war Content immer da, wurde immer schon in der Werbung genutzt und ist auch sonst nichts Neues.

Content-Produktion ist ressourcenaufwändig

Aber eines ist Content leider schon: aufwändig zu produzieren. In vielen Unternehmen scheitert es an Ressourcen, um laufend Inhalte für alle Kanäle zu produzieren. Meist wird die Unternehmens-Website gerade noch aktuell gehalten, eventuell noch der Newsletter mit Inhalten versorgt, und der Facebook-Channel dümpelt vor sich hin. Und dann sind da noch Instagram, der Unternehmens-Blog, Youtube – und wer weiß was in den nächsten Jahren noch dazu kommt.

Outsourcen oder selbst produzieren?

Nicht umsonst investieren Unternehmen in den Aufbau von internen Content Units oder gar Redaktionen (auch wenn sie jetzt vielleicht noch Social Media Abteilungen heißen) oder beauftragen Agenturen mit der Betreuung und Content-Produktion für die Social-Media-Channels oder den Unternehmens-Blog. Beides hat Vor- und Nachteile. Die interne Abwicklung stellt sich nur dann als Vorteil heraus, wenn Profis am Werk sind (nicht umsonst hat sich Daimler Sascha Pallenberg geholt, weitere solcher Übernahmen werden folgen).

Das Auslagern eignet sich für Unternehmen, die solche Abteilungen nicht aus eigener Kraft aufbauen können. Und ich sage bewusst Abteilungen, weil ich nicht glaube, dass eine Person alle Kanäle vernünftig alleine betreuen kann.

Warum nicht beides kombinieren?

TUI Österreich geht einen anderen Weg. Über langfristige Influencer-Kooperationen werden die eigenen Kanäle laufend mit Content versorgt. Die Strategie und Planung und auch die Distribution und Analyse des Contents bleibt aber im Unternehmen. Der Vorteil dabei: TUI behält die Kontrolle über die eigenen Kanäle und kann so auch intern das Know-how aufbauen. Das Wissen bleibt im Haus: welcher Content wie performt, wie sich die Kanäle entwickeln, welche Inhalte langfristig Traffic bringen, usw.

Wie TUI Influencer & Content Marketing verbindet

TUI arbeitet im Grunde ganz klassisch mit Influencern zusammen. Reiseblogger werden auf TUI Gruppen- und Individualreisen eingeladen, berichten darüber auf ihren eigenen Kanälen und verlinken TUI. Aber TUI geht einen Schritt weiter. Influencer wurden zusätzlich als Gastblogger für den eigenen Unternehmensblog engagiert, der ein starkes Traffictool für die Buchungswebsite ist. Außerdem liefern die Influencern laufend Content für die Social Media Kanäle von TUI im Rahmen von Instagram Take-Overs oder Youtube-Videos.

Influencer liefern nicht nur Content, sondern auch Reichweite

Der Vorteil dieser Kombination: TUI nutzt die Kompetenz und Reichweite der Blogger nicht nur während normaler Influencer-Kampagnen, sondern langfristig für den Aufbau der eigenen Kanäle. Was wir bei der Analyse der Sony-Kampagne kritisiert haben, wurde hier erfolgreicher gelöst. Influencer werden im Rahmen von Jahreskooperationen an das Unternehmen gebunden. TUI garantiert fixe Jahresumsätze und Kampagnen, mit denen die beteiligten Blogger rechnen können. Dafür garantieren diese eine fixe Anzahl an Blogposts und Social Media-Inhalten für die Unternehmenskanäle.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die beauftragten Blogger Profis für die jeweiligen Kanäle sind – davon kann TUI einerseits im Bezug auf den gelieferten Content profitieren, andererseits aber auch für die eigenen Inhalte lernen und Know-how aufbauen. Wenn die Influencer dann noch zusätzlich durch ihre Reichweite Traffic auf die TUI-Kanäle bringen, ist der Erfolg garantiert.

Marion Vicenta Payr ist Fotografin, Instagramerin und Reisebloggerin. Seit 2011 fotografiert sie für ihren Instagram-Kanal @ladyvenom und seit 2017 auch für ihren Reiseblog www.thetravelblog.at. Sie hat Journalismus an der FHWien studiert und 9 Jahre lang in Medienunternehmen im Marketing gearbeitet. Im Jahr 2016 hat sie sich in Wien selbstständig gemacht – im übrigen  als Berufsfotografin, weil es für “Influencer” noch kein geeignetes Gewerbe gibt. Durch ihre jahrelange Erfahrung aus der Marketing-Praxis bei Unternehmen wie Sky und ihre selbstständige Tätigkeit kennt sie das Thema Influencer Marketing von beiden Seiten. Sie hält international Workshops und spricht bei Konferenzen zu dem Thema und scheut sich dabei nicht auch kritisch zu sein. Sie beleuchtet in dieser Artikelserie die Influencer-Perspektive.

Thomas Meyer studierte Betriebswirtschaft und landete vor mittlerweile 6 Jahren im digitalen Marketing. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit bei Die Socialisten, einer Wiener Social Software Agentur mit den Produkten Swat.io und Walls.io unterrichtet er an der FH Kufstein und an der Werbeakademie Wien Social Media Marketing. Jüngst erarbeitete er sich in Kooperation mit der Influencer- und Social Media Agentur „Sososocial” Insights und Wissen rund ums Influencer Marketing. Er wird in dieser Kolumne die Sicht von „außen” beschreiben bzw. Strategie, Konzept und Umsetzung bewerten.

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