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„Industry meets Makers“ sucht Ideen für alte ÖBB-Wagons und andere Problemlöser

© Roland Voraberger Linse2
© Roland Voraberger Linse2

DigitalCity.Wien bringt Unternehmen und kreative Problemlöser zusammen. Am Mittwochabend startete die vierte Auflage von „Industry meets Makers“ im Open Innovation Lab der ÖBB in Wien. DigitalCity.Wien ist ein Gemeinschaftsprojekt der Privatwirtschaft und der Verwaltung der Stadt Wien zum Ausbau der Digitalisierung.

„Man kann Digital-Projekte nicht ohne Community aufziehen“, sagt die Unternehmerin Sandra Stromberger zu Trending Topics, die das Projekt der DigitalCity.Wien 2015 initiiert hat. Deswegen fördert sie mit „Industry meets Makers“ Kollaborationen zwischen der Industrie und kreativen, jungen Schaffenden, den sogenannten Makers.

Betriebe pitchen Challenges

„Makers“ können Startups, KMUs, freie Entwickler, Designer, Schüler, Studenten oder einfach Hobbyisten sein. Betriebe pitchen Challenges unter anderem aus den Bereichen Robotik, KI, 3D-Druck, Industrie 4.0, IoT, Big Data oder Blockchain. Sie laden dann junge Kreative ein, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Während einer Phase von sechs Monate lernen sich „Maker“ und Unternehmen kennen und arbeiten kreativ zusammen. Im Idealfall soll ein darauf aufbauendes, gemeinsames Folgeprojekt gestartet werden.

„Es hat als Experiment angefangen“, sagt Stromberger. Allerdings habe sich das Netzwerk in den vergangenen drei Jahren immens erweitert, erklärt die Kärntnerin. „Das ist einfach sensationell.“ Inzwischen wurden Prototypen, Apps und smarte Hochbeete entwickelt. Es seien Unternehmen gegründet und Patente angemeldet worden. Es kommen sogar Wasseraufbereitungsanlagen auf den Markt, die in Afrika ausgerollt werden.

ÖBB sucht Ideen für alte 4020 Zug-Wagons

Dieses Jahr geben die Unternehmen Infineon, Magna Steyr, ÖBB, Wacker Neuson, ZKW, IFE Doors, Worthington, T-Mobile, Nokia und Microtronics in Wien den Auftakt. So will die ÖBB bspw. ihre alten 4020 Zug-Wagons nicht einfach verschrotten, sondern hofft auf nachhaltige innovative Ideen aus der „Maker-Szene“. Auch die weiteren Briefings lassen Schaffenden Raum für Kreativität. Bis zum Finale bei den DigitalDays am 4. November in Wien kann man auf die Unternehmen zugehen.

„Es ist ein besonders tolles Projekt“, sagt Eva Czernohorszky von der Wirtschaftsagentur Wien. Als nächstes kann man Folge-Coachings vom Founders Lab wahrnehmen, damit die Projekte nicht im Sand verlaufen.

Speed Dating im Zug

Erstmals werden unter dem Motto #IMMgoesWEST und #IMMgoesSOUTH die Kick-off-Events neben Wien auch in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark organisiert. In Kooperation mit der ÖBB wird es IMM Speed Dating Trains geben. Dabei soll die gemeinsamen Fahrt dazu genutzt werden, sich gegenseitig kennenzulernen und in Form von kurzen Lightning Talks Projekte, Programme oder Produkte vorzustellen. Schon heute Donnerstag geht es mit dem Zug nach Niederösterreich.

Hier findest du die Briefings der Unternehmen.

Das Open Innovation Community Building Format wird unter anderem von Urban Innovation Vienna, Koordinationsstelle der Initiative und Unternehmen der Wien Holding unterstützt. Der diesjährige Programmpartner ist  4Gamechangers im Studio von ProSiebenSat1Puls4.

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