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indoo.rs: Wiener Navigations-Startup und FFG starten Forschungsprojekt mit 1 Mio. Euro

Indoor-Navigation per Smartphone. © indoo.rs
Indoor-Navigation per Smartphone. © indoo.rs

Mit dem Smartphone durch Flughäfen, Krankenhäuser oder Shopping-Center navigieren: Diese Technologie entwickelt das Startup indoo.rs rund um Mitgründer Bernd Gruber seit einigen Jahren. Jetzt hat die 2010 gegründete Firma bekannt gegeben, ein von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstütztes Forschungsprojekt in der Höhe von rund einer Million Euro zu starten.

Bei dem so genannten Basisprogramm der FFG gibt es Schwerpunktförderungen für Start-ups, die an „innovativen Dienstleistungen mit F&E-Charakter“ arbeiten. Im konkreten Fall bei indoo.rs beträgt die Förderquote rund 70 Prozent, das restliche Geld auf die eine Million Euro stemmt das Startup aus Eigenmitteln.

indoo.rs hat bis dato Investments von Speedinvest, TechInvest und tecnet, der Beteiligungsgesellschaft des Landes Niederösterreich, erhalten. 2015 ist das Startup eine Kooperation mit Billa eingegangen, um die Kundschaft mit Hilfe der Billa-App und Beacons im Geschäftslokal zu Sonderangeboten zu lotsen (Trending Topics berichtete). indoo.rs hat eine US-Tochter, dort ist Bernd Gruber der CEO. In der österreichischen GmbH fungiert Rainer Wolfsberger als Geschäftsführer.

Wie bewegen sich Menschenmassen?

Bei dem Forschungsprojekt fokussiert indoo.rs auf „Building Utilization Intelligence“ (BUI). Dabei geht es darum, qualitative Daten über die Nutzung von Gebäuden zu sammeln, zu analysieren und zu visualisieren. Gemessen werden sollen Informationen darüber, wie sich Menschen durch Gebäude bewegen, wie sie mit den Einrichtungen interagieren, wie sich Umwelteinflüsse (z.B. Wetter) auswirken oder wie sich Menschenmassen verhalten.

Bei dem Forschungsprojekt sollen auch Machine-Learning-Methoden angewendet werden, um später Vorhersagen auf das Verhalten der Besucher eines Gebäudes treffen zu können. Für das Projekt ist indoo.rs eine Kooperation mit der TU Wien eingegangen. Am Ende sollen praktische Fragen wie „Was sind die häufigsten Routen, die Menschen am Montag nehmen, wenn es regnet?“ beantwortet werden können.

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