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Indien will Krypto-Assets verbieten – und stattdessen eigene digitale Währung

© Ewan Kennedy on Unsplash
© Ewan Kennedy on Unsplash

Das Wort Regulierung hängt seit jeher wie ein Schatten über der freiheitsliebenden Krypto-Industrie. Deswegen sorgen Marktgerüchte und Berichte diesbezüglich immer für besondere Unruhe am Markt. So auch jetzt. Denn einem Bericht von Reuters zufolge plant die indische Regierung, einen Bann Bann gegen Krypto-Assets, insbesondere Bitcoin, auszusprechen. Der Nachrichtendienst beruft sich dabei auf Informationen seitens eines hochrangigen Regierungsbeamten, der aber nicht namentlich genannt wird.

So plant die indische Regierung eines der weltweit strengsten Gesetze gegen Kryptowährungen, das den Besitz, die Ausgabe, das Mining, den Handel und die Übertragung von Krypto-Assets kriminalisieren würde. Dies würde dem Regierungsprogramm entsprechen, dass ein Verbot privater virtueller Währungen wie Bitcoin vorsieht, während der indische Staat selbst eine offizielle digitale Währung (CBDC, Central Bank Digital Currency) schaffen will. Bestrebungen zu CBDCs gibt es bereits in vielen Ländern bzw. Regionen, allen voran China und der EU.

Der Gesetzesentwurf soll dem indischen Beamten zufolge vorsehen, dass Besitzer von Krypto-Assets sechs Monate lang Zeit haben, diese zu verkaufen. Danach soll es Strafen etwa für den Besitz geben. Um welche Strafen es sich handeln könnte, ist zunächst noch offen. Jedoch verweist Reuters darauf, dass 2019 ein indisches Regierungsgremium eine Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren für Personen empfohlen hat, die Kryptowährungen minen, halten, verkaufen, übertragen, ausgeben oder damit handeln. Das wäre das mit Abstands schärfste Gesetz gegen Kryptowährungen und seinen Nutzern weltweit.

Preiskorrektur bei Bitcoin und weiteren Krypto-Assets geht weiter

Coinbase geht nach Indien

Auch hat die Reserve Bank of India im Februar erneut Besorgnis zu Bitcoin geäußert und Krypto-Assets als Risiko für die finanzielle Stabilität bezeichnet. Das ein strenges Gesetz gegen Bitcoin und Co in Indien wirklich möglich ist, ist nicht unwahrscheinlich. Der hindu-nationalistischen Partei von Regierungschef Narendra Modi wird zugetraut, ein solches Gesetz einzuführen. Wie berichtet befindet sich der Krypto-Markt aktuell im Abwärts-Trend – die Nachrichten aus Indien tragen dabei nicht unbedingt zu einer positiveren Stimmung bei.

Spannend ist diesbezüglich, dass justament an dem Tag, an dem die News aus Indien bekannt werden, der US-Krypto-Händler Coinbase ankündigt, seine Präsenz in Indien zu verstärken. Dabei geht es dem US-Unternehmen, das gerade seinen Börsengang vorbereitet, aber nicht darum, seine Dienste indischen Konsumenten und Unternehmen feilzubieten, sondern eher um Arbeitskräfte.

„Indem wir einige IT-Dienstleistungen, einschließlich Engineering, Softwareentwicklung und Kundensupport, in Indien unterbringen, werden wir von seinem riesigen Pool an Weltklasse-Ingenieurtalenten profitieren. Indien ist seit langem als Drehscheibe für technische und technologische Innovationen bekannt, und wir freuen uns darauf, dieses Weltklasse-Talent zu finden, um der Coinbase-Gruppe dabei zu helfen, neue Wege für unsere Kunden zur Interaktion mit der Kryptowirtschaft zu entwickeln“, heißt es seitens Coinbase.

„Wash Trading“: Coinbase zahlt 6,5 Mio. Dollar Strafe – Börsengang verschoben

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