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Indica Skincare: Was eine Listung im Einzelhandel für Startups zur Herausforderung macht

Christoph Richter (li.) und Alexander Lacina mit ihrer Cannabis-Gesichtscreme © Indica Skincare
Christoph Richter (li.) und Alexander Lacina mit ihrer Cannabis-Gesichtscreme © Indica Skincare

Junge Startups im Lebensmittel- oder Kosmetik-Bereich produzieren meist nur kleine Serien. Oft selbst, per Hand oder bei einem Partner, der auch viele andere Unternehmen beliefert. Wenn dann eine große Handelskette anklopft und dass Produkt listen will, ändert sich das radikal. So erfreulich der Sprung ins Marktregal ist, für Jungunternehmen ist er auch eine große Herausforderung. Eine, die jetzt auch das Startup Indica Skincare meistern musste – das Jungunternehmen konnte in der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ die Rewe von der CBD-Hautcreme überzeugen und ist seit dem Tag nach der Ausstrahlung bei Bipa erhältlich.

Logistische Herausforderung

„Wir waren überrascht, wie komplex die Logistik ist“, erzählt Founder Christoph Richter, der bereits mehrere Startups begleitet oder selbst mitbegründet hat. Plötzlich müsse man auf Produktionsslots achten und mit bestimmten Mengen auf Zieltage hinarbeiten. „Man braucht einen eigenen Logistikpartner für die Lieferungen an Rewe, sonst bindet das zu viele Ressourcen“, meint der Unternehmer. Gerade bei sehr jungen Unternehmen mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen kann das schnell zum Problem werden.

Weniger von der Marge

Neben der notwendigen Vorfinanzierung höherer Stückzahlen, sei auch die Marge ein Thema. „Man muss gut kalkulieren, denn der Handel bekommt bei Startup-Produkten einen größeren Teil der Marge als bei anderen Produkten“, sagt Richter. Deshalb müsse man auch einen längeren Atem haben, bis sich der erwartete Gewinn einstellt. „Unser Ziel ist eine langfristige Partnerschaft, also ist das für uns in Ordnung“, erklärt der Gründer. „Für uns geht es darum, zu beweisen, dass CBD tauglich für den Massenmarkt ist“. Genau dafür sei die Listung bei Rewe und auch bei Apotheken ein wichtiger Meilenstein.

Besonders viel CBD

Für den breiteren Marktstart hat Indica Skincare auch den Preis gesenkt, die Gesichtscreme kostet jetzt um drei Euro weniger und rund 40 Euro pro Tiegel. Das Startup wirbt mit einer besonders hohen Konzentration an CBD (kurz für Cannabidiol), ein Wirkstoff, der aus der Cannabis-Pflanze gewonnen wird und anders als THC (Tetrahydrocannabinol) legal ist. In Kosmetik soll CBD eine entgiftende und entzündungshemmende Wirkung haben. Die Creme hat vergangenes Jahr bereits in der internationalen Presse für Aufmerksamkeit gesorgt. CBD gilt als Milliardenmarkt und Richter will mit seinem Team deshalb auch in Österreich eine Produktion mit mehreren Hektar biozertifizierter Anbaufläche und Öl-Extraktion aufbauen.

>> Das ist die Geschichte hinter Indica Skincare

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