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In Kärnten entsteht um einen zweistelligen Millionenbetrag das größte Solar-Werk in Europa

Das neue Energetica Gigawatt-Werk mit Forschungszentrum © Energetica

Der Kärntner Solarmodul-Produzent Energetica will in dem kleinen Ort Liebenfels das größte Solar-Werk Europas bauen. Insgesamt investiert das Klagenfurter Unternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag, um den neben dem Werk auch ein Forschungszentrum entstehen soll. Standort ist das ehemaligen Gelände der Hasslacher Sägeindustrie, die aus Liebenfels 2016 ausgezogen ist. Ab 2019 soll in den alten Sägehallen eine Solarmodul-Jahresleistung von einem Gigawatt  geschaffen werden. Das entspricht laut Energetica der Stärke eines Atomkraftwerks oder fünf Millionen Quadratmetern an Modulen.

Vollautomatisierte „Zero Emission Factory“

63.000 Quadratmeter wird der neue Standort umfassen. Gründer und Geschäftsführer Rene Battistutti schwebt ein High-Tech-Werk mit vollautomatisierten Fertigungslinien. Die notwendige Energie soll über eine eigene Photovoltaik-Anlage und ein nahegelegenes Biomasseheizwerk bezogen werden – eine echte „Zero Emission Factory“, meint Battistuttio, der Energetica 1995 gegründet hat. Die Mitarbeiter sollen für den neuen Standort auf rund 100 mehr als verdoppelt werden.

Mit Innovation gegen asiatische Billig-Hersteller

„Mit dem neuen Standort Power Business Liebenfels (PBL) wird Energetica die leistungsstärksten, schönsten, nachhaltigsten und intelligentesten Solarmodule der Welt produzieren, und dies zu Preisen wo wir mit asiatischen Herstellern in den globalen Wettbewerb treten können“, sagte Battistuttio in seiner Festrede anlässlich des Spatenstichs. Den Vorsprung Asiens bei der Solarzellen-Produktion aufholen zu wollen, ist eine Mammut-Aufgabe. Alleine in China werden so viele Photovoltaik-Module produziert, dass seit Jahren der Weltmarkt mit überschüssiger Produktion geflutet wird. Die EU verhängte Schutzzölle, was aber kaum Effekte gezeigt hat.

Energetica Gründer Rene Battistutti © Energetica

Energetica will der asiatischen Konkurrenz mit Innovation begegnen. Die neuen Module sollen auf gleicher Fläche mehr Leistung liefern als Standard-Module und intelligent auf Abschattungen reagieren. Das macht sie vor allem für den Einsatz in Großstädten interessant, wo umliegende Gebäude oft Schatten werfen. Technologien, die mithilfe des AIT und mit Förderungen der FFG umgesetzt wurden.

Technologien lizenzieren

„Im Vergleich zu herkömmlichen Solarmodulen anderer Hersteller lassen sich so die Energieproduktionskosten für 1 kWh Strom aus Sonne mit Energetica Technologie wesentlich (um bis zu 50%) reduzieren. Damit bekommen wir in Österreich wieder das Potential um an der Weltspitze mitzuspielen“, meint der Energetica-Chef. Die neuen Produktionstechnologien will das österreichische Unternehmen lizenzieren, damit Hersteller aus anderen Industriebereichen Solartechnologie einfacher in ihre Produkte integrieren können.

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