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Mobilitäts-Budget

Mobility as a Service: Die Pendlerpauschale wird gerade neu erfunden

© Tyler Nix on Unsplash
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Elektroautos schön und gut – aber es ist auch klar, dass sich an unserem Moblitätsverhalten grundlegend etwas ändern muss, wenn es um die Erreichung der Klimaziele geht. Unternehmen, zu denen ja (in Normalzeiten) täglich hin und her gependelt wird, sind da natürlich ein großer Hebel. Und sie werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, um Menschen vom eigenen Auto wegzubekommen.

Die ÖBB-Tochter iMobility, besser bekannt für die „Mobility as a Service“-App wegfinder, hat sich dazu gemeinsam mit dem Expertenteam von ÖBB 360° eine interessante Sache ausgedacht. Was, wenn Mitarbeiter von ihrem Unternehmen ein Mobilitäts-Budget bekommen, dass sie dann gegen Tickets für die Öffis, Carsharing-Minuten, Elektrofahrräder oder E-Scooter eintauschen können? „Gemeinsam mit ÖBB 360° wollen wir Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen unkomplizierten und transparenten Zugang zu nachhaltigen Mobilitätsformen am Markt ermöglichen“, heißt es aus dem Unternehmen. Ziel sei, Mobilitätskosten sowie den verkehrsbedingten CO2-Verbrauch zu reduzieren.

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Ersatz fürs Privatauto

Ein erstes Beispiel, wie Mobility as a Service in der Praxis funktionieren könnte, ist Korneuburg. Dort können ergänzend zum öffentlichen Nahverkehr dort durch eine Kooperation zwischen der Stadt und ÖBB seit September 2020 neue, alternative Mobilitäts-Services wie Carsharing (Rail&Drive), E-Scooter (Tier), E-Bikes (Green4Rent) und Fahrräder (nextbike) mit der wegfinder-App gefunden und gebucht werden. Dieses Grundkonzept soll nun Firmen im ganzen Land zur Verfügung gestellt werden.

„Unternehmen werden die Möglichkeit haben, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Mobilitätsbudget für private Zwecke zur Verfügung zu stellen. Dieses Guthaben kann von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die wegfinder-App zur Buchung unterschiedlicher Mobilitätsformen genutzt werden“, heißt es aus dem Unternehmen. „Für kleinere, nationale Dienstwege wird es außerdem möglich sein ein optionales Dienstreisekonto einzurichten.“ Im Prinzip ist das also eine Art Pendlerpauschale für das 21. Jahrhundert.

Dienstreisen direkt in der App buchen

Das System bietet also zum einen die Möglichkeit, Dienstreisen bzw. Dienstwege über ein Konto direkt in der wegfinder-App zu buchen, und andererseits wird private Mobilität „as a Service“ von der Firma bereitgestellt und dann auch direkt über die Firma abgerechnet. Ganz wichtig: Das Unternehmen kann dann auch ziemlich genau berechnen, wie viel CO2 die Mitarbeiter gespart haben, wenn sie statt dem Privatauto auf ihr Mobilitätsbudget zurückgreifen.

„Die buchbaren Mobilitätsformen sind mit bestimmten CO2-Werten hinterlegt. Als Basis für diese Werte dienen Verkehrsdaten des Bundesumweltamtes. Damit wird mit jeder getätigten Fahrt auch der dementsprechende CO2-Verbrauch erfasst“, heißt es seitens iMobility. „Wir berechnen die CO2-Ersparnins, indem wir die über unsere App getätigten Fahrten mit einer klassischen PKW-Fahrt mit Verbrennungsmotor vergleichen. Die jeweilige CO2-Ersparnis wird App-Nutzern direkt innerhalb der App angezeigt. Unternehmen werden über das Web-Tool CO2-Reports abrufen können.“

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