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igevia: Bluttest-Startup holt großen strategischen Investor aus Deutschland

Gerhard Feilmayr und Dominik Flener, die Gründer von igevia. © igevia
Gerhard Feilmayr und Dominik Flener, die Gründer von igevia. © igevia

Eigentlich hätten ja Florian Gschwandtner und Leo Hillinger bei igevia gemeinsam 200.000 Euro investieren wollen, um bei dem Bluttest-Startup an Bord zu kommen. Doch aus dem Deal, der in der TV-Show 2 Minuten 2 Millionen angekündigt wurde, ist letztlich doch nichts geworden. Stattdessen haben sich die Gründer von igevia, Gerhard Feilmayr und Dominik Flener, einen großen strategischen Investor in Deutschland geangelt. Der Deal wurde während der Corona-Krise Ende Juni fixiert.

Die deutsche Laborgruppe amedes mit 70 Standorten sowie mehr als 400 Ärzten ist bei igevia, das bisher für den Online-Vertrieb von Allergietests für zu Hause bekannt war, eingestiegen. Gemeinsam mit dem beiden Gründern wurde ein „hoher sechsstelliger Betrag“ investiert. amedes hält nun 40 Prozent an der Scientific DX GmbH, wie das Startup im Firmenbuch nun heißt.

Aus igevia wird Scientific DX

Dass der Firmenname in Scientific DX geändert wurde, hat seinen Grund. Denn zum Allergietest, der eben unter dem Namen igevia vertrieben wird, soll ab Ende September ein Stoffwechseltest dazu kommen, der ebenfalls einfach von zuhause aus durchgeführt werden kann.

Wir arbeiten seit jeher eng mit Medizinern und Laborexperten zusammen, um unser Angebot fundiert weiterzuentwickeln. Zusätzlich erweitern wir laufend unsere Ergebnis-Reports, die den Kunden neben den Laborergebnissen auch konkrete Antworten zu den Handlungsoptionen geben.“ sagt Dominik Flener, Geschäftsführer von Scientific DX. „Die Partnerschaft mit amedes eröffnet uns weitere Möglichkeiten und stärkt unseren wissenschaftlichen Fokus.“

Deutschland als Wachstumsmarkt

Nachdem das Bluttest-Startup 2018 launchte und sich in einer ersten Phase auf den österreichischen Markt fokussierte, soll jetzt die Produktpalette erweitert und das Geschäft im Ausland intensiviert werden. Das Geld werde in erster Linie in die Entwicklung von neuen Produkten, Softwaretechnologien und das Qualitätsmanagement fließen, so Gerhard Feilmayr, verantwortlich für Produktentwicklung und Qualitätsmanagement.

Zielgruppen für die Tests gibt es mehrere. Neben dem Endkonsumenten, der online bestellt, sind es Ärzten, Apotheken und Unternehmen für das betriebliche Gesundheitsmanagement, die als Abnehmer in Frage kommen. amedes mit jährlich etwa 700.000 Patienten könnte sich als wichtiger zusätzlicher Vertriebskanal erweisen.

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