Rechtsstreit

iamwoman.at wird iamfemme.at: Start-up-Portal benennt sich nach Unterlassungsaufforderung um

Sieht fast so wie vorher aus. © High Five GmbH
Sieht fast so wie vorher aus. © High Five GmbH

Erst Ende November ist das Gutschein-Portal www.iamwoman.at von der High Five GmbH rund um Geschäftsführer Daniel Holzner gestartet – mit dem Ziel, speziell die Zielgruppe Frau mit Angeboten anzusprechen. In der Verlagsgruppe News (VGN), die das Frauenmagazin Woman herausgibt, ist diese Idee auf wenig Gegenliebe gestoßen. Die High Five GmbH hat eine Unterlassungsaufforderung von der VGN erhalten, weil Markenname und Zielgruppe zu ähnlich seien. Um einem juristischen Streit aus dem Weg zu gehen, hat sich die High Five GmbH dazu entschlossen, das Portal von iamwoman.at auf iamfemme.at umzutaufen, auch die URL wurde gewechselt.

„Paragraphen-Keule“

„Wir waren eigentlich überzeugt, dass die Österreicherinnen zwischen einer Gutscheinplattform und einer Frauenzeitschrift unterscheiden können. In der Verlagsgruppe News scheint man da anderer Meinung zu sein. Die Namensfindung war generisch“, so Daniel Holzner, Geschäftsführer der High Five GmbH. „Nach iamstudent für Studierende und iamgreen für nachhaltige Angebote war iamwoman für Angebote speziell für Frauen einfach naheliegend. Dass es im Bereich Gutscheine zwei Mal im Jahr Überschneidungen gibt, war uns zwar bewusst, wir hätten aber nicht erwartet, dass die Paragraphen-Keule so locker sitzt.“

Kein Einzelfall

Probleme mit Markennamen sind in der österreichischen Start-up-Szene nicht unbekannt, so Holzner weiter. Erst im Sommer diesen Jahres hätten der Crowdfunding-Pionier Burgermasta aufgrund eines Markenrechtsstreits Insolvenz anmelden und das Grazer Startup Noki, wegen einer Klagsdrohung durch Nokia, seinen Namen in Nuki umändern müssen.

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