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Hydrogrid: Wiener Energy-IoT-Startup holt sich siebenstelliges Investment

Das Managementteam von Hydrogrid mit zwei Investoren (v.l.n.r. Annette Mossel, Andreas M. Lichtl, Sabine Fleischmann, Janice Goodenough, Gerhard Arminger). © Hydrogrid
Das Managementteam von Hydrogrid mit zwei Investoren (v.l.n.r. Annette Mossel, Andreas M. Lichtl, Sabine Fleischmann, Janice Goodenough, Gerhard Arminger). © Hydrogrid

Das Wiener Startup Hydrogrid hat sich frisches Kapital im siebenstelligen Bereich für die weitere Expansion sichern können. Neben dem Markteintritt in zusätzlichen Ländern in Europa stehe auch eine Erweiterung des Produktumfangs und der firmeneigenen Algorithmen an. In Norwegen, Schweden, Finnland, UK und der Türkei ist das Unternehmen bereits vertreten.

Hydrogrid bietet eine SaaS-Lösung für Wasserkraftwerke, mit der die Stromproduktion intelligent in Echtzeit an Wetterbedingungen und Marktpreise angepasst werden kann. Diese bringe den Kraftwerkseigentümern nicht nur „eine wesentliche Zeitersparnis“ durch die Automatisierung, sondern kann auch eine Umsatzsteigerung von bis zu 18 % gegenüber einer manuellen Steuerung zur Folge haben. 2019 gewann das Startup den Staatspreis für Digitalisierung – Trending Topics berichtete.

Hydrogrid: Bereit für den nächsten Schritt

Das Unternehmen wurde 2016 in Wien gegründet und ist mittlerweile international tätig. Nun soll der nächste Schritt folgen, erklärt Janice Goodenough, CEO von Hydrogrid: „Das vorhandene Potential der Wasserkraft ist enorm, wird aber noch nicht ausreichend genutzt. Für die Klimaziele im Zuge des Green Deals 2050 wird es notwendig sein, alle flexiblen Kraftwerke und  Speichermöglichkeiten effektiv und in Echtzeit intelligent zu steuern – nur so kann die Netzstabilität bei einem gleichzeitigen Ausbau von Wind und Solar auch in Zukunft sichergestellt werden“. Um das Klimaziel zu erreichen, müsse vor allem auch der Bestand an erneuerbaren Ressourcen optimal zur Abdeckung von Grund- und Spitzenlast eingesetzt werden.

Frisches Kapital für Expansion

Neu mit an Bord ist neben den bisherigen Business Angels Constantia New Business (CNB, ein Investment-Arm der Constantia Industries). Constantia soll das Team auch „mit umfangreicher Scale-Up-Erfahrung sowie einem internationalen Netzwerk“ unterstützen. Mit dem frischen Kapital werde die weitere Expansion in Europa vorangetrieben. Ein weiterer Schwerpunkt liege zudem „im weiteren Ausbau des hochqualifizierten Teams“. Zu tun gebe es genug: Neben der Wasserkraft kann die SaaS-Lösung laut Hydrogrid mit leichten Anpassungen auch für andere erneuerbare Energien eingesetzt werden, zum Beispiel in der Wind- und Solarenergie oder in der Optimierung von Batteriespeichersystemen.

Thema Energiezukunft

Große Hoffnung legt man auch bei CNB in das Startup. Sabine Fleischmann, Investment Manager CNB: „CNB investiert in innovative Technologieunternehmen mit einem starken USP sowie
dem Potenzial, in ihrem Marktsegment international groß zu werden. Hydrogrid ist hier besonders attraktiv für uns, weil es auf das immerwährend wichtige Thema Energiezukunft setzt – und das mit einer Technologie, die große, getätigte Infrastrukturinvestitionen durch smarte Digitalisierung profitabler macht. Wir freuen uns darauf, das Unternehmen sehr eng bei den nächsten Wachstumsschritten begleiten zu können.“

+++Hydrogrid: Frische Finanzierung für Wiener Startup, das kleine Wasserkraftwerke mit Software optimiert+++

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