Channel

Startups

Investment

Hydrogrid: Frische Finanzierung für Wiener Startup, das kleine Wasserkraftwerke mit Software optimiert

Janice Goodenough (CEO) und Kiran Madisetti (COO) von Hydrogrid. © Hydrogrid
Janice Goodenough (CEO) und Kiran Madisetti (COO) von Hydrogrid. © Hydrogrid

Sie bringen zusammen 35 Jahre Berufserfahrung mit, waren zuvor in leitender Position beim Energieversorger Verbund und EnerjiSA (ehemaliges türkisches Joint Venture von Verbund und Sabanci) probieren es jetzt auf eigene Faust. Mit Hydrogrid hat die Wienerin Janice Goodenough bereits 2016 ein Startup ins Leben gerufen, dass sich mit einer SaaS-Lösung auf die optimierte Steuerung von Kleinwasserkraftanlagen spezialisiert hat. Mit COO Kiran Madisetti hat sie einen Branchen-Veteran ins kleine Team geholt, um der Branche, die jährlich rund drei Milliarden Euro umsetzt, bei Steuerung und Vermarktung ihrer Wasserkraftwerke zu helfen.

Gegenüber Trending Topics gibt die Firma bekannt, eine neue Förderung durch die aws (Austria Wirtschaftsservice) bekommen zu haben. Damit hat die junge Firma seit dem Start eine in Summe siebenstellige Finanzierung von privaten Investoren, der Wirtschaftsagentur Wien sowie der aws erhalten. Mit dem Geld soll nun im Laufe des nächsten Jahres das Business Development – auch mit Hilfe von lokalen Kooperationen – intensiviert und der Rollout in weitere Märkten vorangetrieben werden.

Prognose mit meteorologischen Daten

Die SaaS-Lösung, die Hydrogrid anbietet, richtet sich an die Betreiber von kleinen Wasserkraftwerken in Europa, die unter 10 MW Erzeugungsleistung liegen. Während sich große Betreiber eigene Teams leisten können, die die Steuerung und Vermarktung ihrer Wasserkraftwerke managen, haben kleine Betreiber solche Ressourcen meist nicht. Sie fahren oft im Automatik-Modus oder arbeiten teilweise in manuellen Prozessen. Da kommt die Software-as-a-Service-Plattform von Hydrogrid ins Spiel.

„Auf Basis der GPS-Location der Kraftwerke und meteorologischer Daten wird täglich für jedes Kraftwerk individuell eine Prognose der erwarteten Zuflüsse und Erzeugung erstellt“, so Goodenough. „Für flexible Kraftwerke, also Speicherkraftwerke, wird zudem auf Basis der Marktpreisprognose automatisch ein optimaler, also gewinnmaximierender Einsatzfahrplan erstellt.“

So sollen kleine Wasserkraftwerke – davon gibt es in Europa rund 17.000 – unterm Strich mehr Geld mit dem von ihnen erzeugten Storm verdienen können. Hydrogrid verrechnet für die SaaS-Lösung eine geringe monatliche „fixed fee“ pro Kraftwerk und ist im Gegenzug Performance-abhängig an der Erlössteigerung beteiligt.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen