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Hopfenspinnerei: Selbstgebraute obergärige Biere aus dem Schloss

riz up-Berater Robin Gerl mit Gründerin Evelyn Bäck und Gwaël Gauthier. © riz up
riz up-Berater Robin Gerl mit Gründerin Evelyn Bäck und Gwaël Gauthier. © riz up

Bei Bier scheiden sich die Geister. Während der und die gemeine ÖsterreicherIn grundsätzlich gerne Bier trinkt (im internationalen Vergleich), ist die Wahl des richtigen Hopfengetränks häufiger mit Diskussionen verbunden. Was den Konsumenten und Konsumentinnen oft nicht bewusst ist: Neben der Einheitsware der diversen Riesen gibt es eine tolle Auswahl an regional und in Handarbeit hergestellten Bieren. Evelyn Bäck macht genau das: Sie braut in ihrer Hopfenspinnerei seit drei Jahren Craft Beer im ursprünglichsten Sinne.

„Ist mir passiert“

Wieso aber eine eigene Brauerei? „Selbst wenn eine sauber geschnitzte Gründungs-Story vielleicht besser klingen würde – letztlich ist die Hopfenspinnerei irgendwie passiert“, erklärt Gründerin Bäck. „Ich habe schon lange hobbymäßig gebraut, war bereits spaßeshalber ausgebildete Biersommelière und habe aus meinem eigentlichen Beruf damals nicht soviel Erfüllung schöpfen können, wie ich es mir wünschen würde“. Dann habe sie gehört, dass die Brauerei-Räumlichkeiten, in denen jetzt produziert wird, zu haben sind. So kam eines zum anderen. „Die Idee war und ist es, hochqualitative Biere anzubieten, die sich von der Masse abheben.“

Viele Konsumenten greifen dennoch zur Standardware. „Das große Problem, mit dem wir Craft-Brauer uns konfrontiert sehen, ist, dass unsere Biere ständig dem Vergleich mit Industrieware ausgesetzt werden. Das ist in etwa genauso zulässig wie einen in Plastik eingeschweißten Kuchen vom Fließband mit einem handgefertigtem Kuchen frisch aus der Konditoren-Backstube zu vergleichen. Es ist dieselbe Produkt-Kategorie, aber vollkommen andere Herstellungsmethoden und teilweise auch Zutaten“, erklärt Evelyn Bäck.

Hopfenspinnerei: „Setzen vor allem auf Ales“

Um auch aus der Menge an Craft-Bieren heraus zu stechen, setzt die Hopfenspinnerei vor allem auf obergärige Biere, also Ales. „Einerseits ist unser Bier tatsächlich das, wofür der Begriff ‚craft beer‘ eigentlich steht, also handwerklich in Kleinstmengen immer frisch produziert. Es ist unfiltriert und unpasteurisiert und daher ein Frischeprodukt von nur einigen Monaten Haltbarkeit“. Das treffe allerdings auch auf andere Manufakturbiere zu.

Darum also die Ales: „Ein massiver Unterschied ist, dass ich ausschließlich obergärige Biere, also Ales, braue. Bierstile herzustellen, die jede kleine, mittlere und große Brauerei im Sortiment hat, interessiert mich nicht einmal ansatzweise. Außerdem unterschiedet uns unser Design massiv von anderen Produkten am Markt. Das fängt beim Flaschenformat an und zieht sich hin bis zu den handgezeichneten Illustrationen, die eigens für unsere Labels entworfen wurden“, erklärt Bäck. Man könne sagen, dass „die Produkte auch in der craft beer-Nische eine Nische besetzen“.

Großteils regionale Lieferkette

Logisch, dass bei regionaler Produktion auch die Lieferkette unter besonderer Beobachtung steht. Den größten Anteil am Bier, also Wasser und Braumalz, bezieht die Hopfenspinnerei regional, erklärt die Gründerin. Bei Hopfen und Hefe sei das allerdings deutlich schwieriger. „Hopfenanbau ist in Österreich eine seltene Kunst und das bisschen, das angebaut wird, ist nicht frei am Markt erhältlich, sondern wird samt und sonders von Großbrauereien aufgekauft oder über Genossenschaften verteilt“, weiß Bäck. Die Lösung liegt im nahen Ausland: „Hier bedienen wir uns also hochqualitativer Produkte aus Ländern mit größerem Hopfenmarkt und beziehen beispielsweise sehr viel aus Bayern“. Der Produktionsstandort der Hopfenspinnerei liegt einige Kilometer nördlich von St. Pölten, im Schloss Walpersdorf.

Vertrieb über eigenen Shop

Der Aufwand scheint sich jedenfalls auszuzahlen, wie die Zahlen zeigen. Das Unternehmen ist in den zweieinhalb Jahren seit der Gründung um 100 % gewachsen – „von einer Person auf zwei“, erklärt uns Evelyn Bäck lächelnd. „Die Hopfenspinnerei hat als eine Ein-Frau-Brauerei angefangen und ist nun ein Familienunternehmen. Das heißt mein Lebensgefährte, der von Anfang an immer mitgeholfen hat, kümmert sich um unseren Craft Beer-Shop in St. Pölten, der inzwischen auch zum Unternehmen gehört.“ Parallel dazu gibt es auch einen kleinen Online-Shop, allerdings nicht für Bierbestellungen. Wer mag, kann sich aber beispielsweise für einen Braukurs anmelden oder Gutscheine für den Shop in St. Pölten erwerben.

Hopfenspinnerei: „Wird sich bald einiges tun bei uns“

Gegründet hat Bäck in Niederösterreich. Welche Rolle spielte und spielt dabei riz up, die Gründungsagentur des Landes Niederösterreich, für euch? „Das riz ist uns seit der Gründungsphase mit Rat und Tat zur Seite gestanden und auch jetzt kann ich mich bei Fragen jederzeit an engagierte Team wenden. Es gibt auch immer wieder Einladungen zu interessanten Veranstaltungen, die know-how vermitteln oder eine Plattform zum Netzwerken bieten“, zeigt sich die Chefin der Hopfenspinnerei sehr zufrieden mit der Unterstützung.

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Derart positiv soll es weitergehen: „Es gibt da durchaus mehrere verschiedene Szenarien, die wir im Moment abklopfen – verraten kann ich auf jeden Fall, dass sich schon bald so einiges bei uns tun wird! Was neue Produkte anbelangt, ist das in unserem Geschäftsfeld nicht wirklich eine Angelegenheit, die mit langer Vorlaufzeit geplant werden muss. Es ist wichtig, auf Trends und Entwicklungen in der Bierszene reagieren zu können und im Anlassfal können wir innerhalb weniger Wochen mit einem neuen Bier auf dem Markt sein“ – und damit auch mit einem neuen Kandidaten für die nächste Lieblings-Bier-Diskussion.

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