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Teure Ausstattung: Bei Home-Office-Regelung werden Steuerfragen zentral

Im Home Office mit Baby. © Standsome Worklifestyle on Unsplash
Im Home Office mit Baby. © Standsome Worklifestyle on Unsplash

Ein Küchentisch ist kein adäquater Arbeitsplatz, doch wurde es notgedrungen für viele Millionen Menschen durch die Lockdowns. Da immer mehr Firmen dazu übergehen, auch mittel- und langfristig verstärkt auf Home Office zu setzen, stellt sich die Frage nach der Finanzierung der richtigen Büromöbel und der technischen Ausstattung zu Hause.

Laut der aktuellen Studie des Aktivstuhl-Herstellers Aeris aus München erwarten mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer, die ganz oder teilweise in den eigenen vier Wänden arbeiten, dass sich sowohl ihr Arbeitgeber als auch der Staat stärker an den Kosten für einen Homeoffice-Arbeitsplatz beteiligen. Befragt wurden 2.000 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Umfrage zufolge ist bei 54 Prozent der Befragten die Ausstattung mit Büromöbeln im Homeoffice deutlich schlechter als in der Firma. Nur bei 18 Prozent der befragten Heimarbeiter hat der Arbeitgeber den Homeoffice-Platz komplett ausgerüstet, bei 27 Prozent beteiligte er sich zumindest an den Kosten. Jeder fünfte Arbeitnehmer trägt die Kosten für Möbel und Technik am heimischen Arbeitsplatz der Gesundheit zuliebe selbst.

Firmen und Staat sind gefordert

Da Büromöbel ordentlich ins Geld gehen, fordern 37 Prozent der Studienteilnehmer mehr finanzielle Unterstützung durch ihre Firma. 35 Prozent der Befragten sehen den Staat in der Pflicht, sich zum Beispiel über Steuervorteile an den Kosten für das Home Office zu beteiligen.

Auch 2021 ist in Österreich noch nicht absehbar, wie ein längst angekündigtes Home-Office-Gesetz aussehen wird. Nach dem Rücktritt der Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) wegen der Plagiatsaffäre ist nun der neue Arbeitsminister Martin Kocher (leitete zuvor das IHS) am Zug, um die neuen Regelungen zu konzipieren.

„Die Home-Office-Regelung möchte ich priorisieren, da gab es schon Gespräche. Wir sind bereits sehr weit“, so Kocher. „Es wäre schön, wenn wir noch im Jänner fertig werden“. Voraussetzung für die neuen Regeln sei das ein Einvernehmen mit allen Beteiligten, den Sozialpartnern und dem Finanzministerium über die steuerliche Behandlung des Themas.

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