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Holzkitz: Linzer Firma baut erste flexible Holz-Sonnenbrille

Leo Hillinger probiert die Holzkitz-Brille. © Gerry Frank
Leo Hillinger probiert die Holzkitz-Brille. © Gerry Frank

Holzkitz ist bereits das zweite Brillen-Unternehmen von Michael Thurner. Der studierte Wirtschaftsinformatiker hat vor fünf Jahren bereits eine Firme gegründet, die Sonnenbrillen mit Unternehmens-Brandings verkauft. Die Idee zu Holzkitz ist entstanden, als ein Kunde nach alternativen, nachhaltigen Materialien fragte. 2016 startete Thurner und versuchte sich mit besonders exklusiven Hölzern von Konkurrenten abzusetzen. Dazu zählt etwa Palisander, das auch beim Geigenbau verwendet wird und Zirbenholz, dem beruhigende Eigenschaften zugeschrieben werden.

„Ich habe das ja nicht erfunden“

Sehr innovativ ist die Idee der Holzbrille allerdings nicht. „Ich habe das ja nicht erfunden“, ist sich auch Thurner bewusst. Seit 2017 hat er jedoch eine neue Brille im Programm, die ihn von Playern wie Kerbholz absetzen soll: eine flexible Holzbrille. Laut Thurner gab es das bisher noch nicht – gängige Holzbrillen seien sehr hart, unflexibel und würden leicht brechen, wenn man sich etwa draufsetzt. Für die „Kumulus“ getauften Brillen werden bis zu sieben sehr dünne Schichten Ahornholz verklebt – eine aufwändige Methode, die laut Thurner schwer zu entwickeln war. Ein wenig überraschend ist daher vielleicht der Produktionspartner, den sich der Jungunternehmer gesucht hat. Die Kumulus-Brillen werden in Linz von einer Eventagentur produziert.

2017 1500 Holzkitz-Brillen verkauft

Trotz starker Konkurrenz, ist Thurner mit dem Absatz von Holzkitz zufrieden. Im ersten Jahr verkaufte er ohne Werbung und Marketing rund 500 Brillen und 2017 konnte er den Absatz verdreifachen. Der Umsatz liege bei rund 100.000 Euro und die Firma sei profitabel. Trotzdem sieht Thurner noch Luft nach oben, denn in Österreich würden jedes Jahr etwa 2,5 Mio. Sonnenbrillen verkauft. Bei der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ ist der Linzer deshalb vor allem auf der Suche nach einem startegischen Partner, der ihm beim Ausbau des Vertriebs helfen kann.

Für heuer hat sich der Brillen-Unternehmer zwei Ziele gesetzt. Einerseits soll die flexible Kumulus-Serie um ein drittes Brillenmodell ergänzt werden. Außerdem will Thurner auch optische Brillen anbieten und ist dazu noch auf der Suche nach Partnern. Ob eine Expansion nach Europa interessant sei? „Derzeit ist uns Österreich eigentlich groß genug“, sagt Thurner.

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