Investment

Hermann Hauser, der „Steve Jobs von Großbritannien“, investiert beim Wiener Start-up Zoomsquare

Hermann Hauser stützt Conda bei der Expansion mit größerem Investment © Anja Grundböck
Hermann Hauser stützt Conda bei der Expansion mit größerem Investment © Anja Grundböck

Dem Durchschnittsösterreicher muss der Name Hermann Hauser nicht zwingend etwas sagen – doch wer in der Tech-Branche unterwegs ist, der kennt ihn ziemlich sicher. Hauser hat in Cambridge wesentlich dazu beigetragen, dass die im dortigen Tech-Cluster ansässige Hightech-Industrie und Start-up-Szene floriert. Zudem hat Hauser hat die ARM-Prozessoren, die heute quasi alle Smartphones, Tablets und viele andere mobile Computer antreiben, mitentwickelt und mit Amadeus Capital Partners in mehr als 100 Start-ups auf der ganzen Welt investiert, die große Exits an Microsoft, Nvidia oder Illumina (Biotech) schafften. Der 66-jährige gebürtige Wiener hat Physik in Wien und in Cambridge studiert und hält heute Ehrendoktortitel an mehreren Universitäten. Britische und internationale Medien bezeichnen Hauser wegen seiner Verdienste für die britische Hightech-Industrie gerne als „Steve Jobs“ oder „Bill Gates von Großbritannien“.

Mit seinem Engagement beim Wiener Start-up Zoomsquare, das eine Immobiliensuche im Netz und per App anbietet, hat Hauser nun heute sein erstes Investment in eine österreichische Jungfirma bekannt gegeben. Details zu den abgegebenen Prozenten und zu der Investmentsumme ließen sich bis dato nicht aus Zoomsquare herauskitzeln – auch, weil man bald weitere namhafte Investoren in der aktuellen Finanzierungsrunde bekannt geben und die Summe dann kommunizieren will. Mit dem frischen Geld soll jedenfalls hauptsächlich der Deutschlandstart von Zoomsquare Anfang 2016 finanziert werden, im Sommer 2016 ist dann eine Series A geplant.

Weitere Investments in Österreich sollen folgen

„Hermann Hauser ist mit über hundert, großteils sehr erfolgreichen Investments einer der erfahrensten, einflussreichsten und vor allem erfolgreichsten Investoren in ganz Europa. Aus über tausend Startups pickt er sich im Schnitt maximal drei bis vier pro Jahr für ein Investment. Wenn Branchengrößen seines Kalibers bereits an unseren Erfolg glauben, dann macht uns das viel Mut“, sagt Zoomsquare-Gründer Christoph Richter über die Bedeutung des Hauser-Investments. Besonders spannend an Zoomsquare soll Hauser die semantische Textanalyse und die Machine-Learning-Ansätze finden.

Das Zoomsquare-Investment ist gleichzeitig der Startschuss für das „Institute for Entrepreneurship Cambridge-Tirol“-Programm (I.E.C.T) von Hauser mit Standort Innsbruck. Von der Tiroler Landeshauptstadt aus soll der Start-up-Inkubator Hausers Aktivitäten in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Oberitalien koordinieren.  „Die Startup-Szene in Österreich und in den benachbarten Ländern hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Die Qualität der Projekte, die wir hier sehen ist sehr hoch, vergleichbar mit dem was wir in Cambridge oder auch im Silicon Valley sehen. Das hat mich bewogen hier aktiv zu werden, und Zoomsquare ist der erste Schritt“, so Hauser.

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