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Helpsole: FFG-Förderung nach gescheitertem 2 Minuten 2 Millionen-Deal

Das Team von Helpsole mit MNS. © Helpsole
Das Team von Helpsole mit MNS. © Helpsole

Eine intelligente Schuheinlage, die Parkinson-Patienten als Navigationssystem durch den Alltag dient: Mit dieser außergewöhnlichen Idee ist das Startup Helpsole bereits in Österreich aufgefallen. Nachdem das Vierer-Gründerteam bei der Startup-Show 2 Minuten 2 Millionen einen Auftritt hatte und und der Deal dann doch nicht zustande kam, können sich Ines Nechi, Philipp Lederle, Thomas-Ferdinand Perktold und Andreas Müllner nun über eine FFG-Förderung freuen.

„Uns ist es gelungen, eine sechsstellige Forschungsförderung der FFG zu bekommen. Jene Förderung ermöglicht uns das Unternehmen trotz Corona und trotz gescheitertem 2-Minuten-2-Millionen-Deal zu gründen – und das während der Krise“, sagt Philipp Lederle von Helpsole. „Trotz regem Interesse der Investoren ist schlussendlich im Nachhinein der Show kein Investment zustande gekommen.“ Man habe Mitte Mai nun aber endlich die GmbH gründen können, mittlerweile wurden vier weitere Team-Mitglieder aufgenommen. Der Termin beim Notar wurde (siehe Bild oben) mit Mundnasenschutz absolviert.

„Mittlerer sechsstelliger Betrag“

Die FFG-Förderung liegt im mittleren sechsstelligen Bereich, die es dem Startup eigenen Angaben nach ermöglicht, die nächsten 1,5 Jahre ausfinanziert durchzustarten. Zusätzliches Geld will Helpsole via Crowdfunding einholen, dazu läuft derzeit eine Kampagne bei Startnext mit dem Ziel, 30.000 Euro einzusammeln.

Die Schuheinlage soll folgendermaßen funktionieren: Sie soll speziell beim Auftreten des Symptoms „Freezing“ helfen. Freezing ist das häufigste Symptom von Parkinson, es verursacht, dass Patienten in unterschiedlichsten Alltagssituationen beginnen zu erstarren, beziehungsweise stehen bleiben müssen. In diesem Moment kann ein externer Reiz, welcher unterhalb der Hüfte gesetzt wird, helfen das Freezing zu überwinden. Diesen Reiz soll die Helpsole liefern.

Der Prototyp der Helpsole wird derzeit im Home Office entwickelt, Ende des Jahres soll eine klinische Studie folgen. Dann muss sich Helpsole an die Zulassung als Medizinprodukt machen.

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