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Pflanzensensor HelloPlant: „Nur eine App zu machen, ist schon etwas ausgelutscht“

HelloPlant: App kommuniziert mit Sensor. © HelloPlant
HelloPlant: App kommuniziert mit Sensor. © HelloPlant

Eine Push Notification am Smartphone bekommen, wenn man in der Nähe seiner Pflanzen ist: So sollen Käufer des Pflanzensensors HelloPlant voraussichtlich ab März 2018 ans Gießen ihrer Blumen erinnert werden. Ab heute versuchen die beiden Gründer Peter Honeder und Stefan Oberpeilsteiner via Kickstarter, 30.000 Euro für die Produktion der ersten Charge zu sammeln. „Mit der Crowdfunding-Kampagne wollen wir herausfinden, ob es den Markt überhaupt gibt“, sagt Oberpeilsteiner. Von den vielen anderen Pflanzensensoren, die Wohnzimmer, Küche oder Garten smart machen sollen, will man sich einerseits durch Qualität, andererseits durch Preis unterscheiden.

„Nur eine Software oder eine App zu machen, ist schon etwas ausgelutscht“, sagt Oberpeilsteiner, der zuvor für das Wiener Startup Helioz (Trending Topics berichtete) arbeitete und sich auf Elektronik spezialisiert hat. Sein Mitgründer Honeder bringt das Software-Wissen in das im März 2017 gegründete Startup mit: Er hat 2013 seine Firma HWL Software, die eine Windows-Remote-App für iPhones anbot, an Microsoft verkauft.

Gemeinsam geht es ihnen jetzt darum, Hard- und Software einwandfrei zusammen spielen zu lassen und den Nutzer zum richtigen Zeitpunkt mit einer Erinnerung ans Pflanzengießen zu erreichen. „Es funktioniert nicht, wenn man die App selber öffnen muss, um nachzusehen, welche Pflanze Wasser braucht“, sagt Oberpeilsteiner.

Der helloPlant-Sensor kostet ca. 20 Euro. © HelloPlantv
Der helloPlant-Sensor kostet ca. 20 Euro. © HelloPlant

Günstiger Sensor soll Konkurrenz unterbieten

Der Sensor, der Bodenfeuchtigkeit, Lichtintensität, Boden- und Umgebungstemperatur misst, kommuniziert via Bluetooth Low-Energy (BLE) mit dem Smartphone und braucht prinzipiell keine WLAN-Verbindung. Wer seine Pflanzen aus der Ferne kontrollieren will, der kann sich optional einen WiFi Hub dazukaufen, der die Messdaten dann via Internet an die korrespondierende App sendet. Preislich will man die Konkurrenz unterbieten: Ab 19 Euro ist der Sensor zu haben. Zum Vergleich: Pflanzensensoren am Markt mit ähnlicher Funktionalität kosten oft mehr als 30 Euro, manche sogar mehr als 150 Euro.

Geplant ist, die wasserdichten Sensoren in Österreich fertigen zu lassen. Kann man die 30.000 Euro einsammeln, sollen rund 1.000 Produkte 2018 ausgeliefert werden können. Beim Marketing bekommen die beiden Gründer Unterstützung von Miriam Boubachta, die bereits Crowd-Kampagnen für Stabylizr (Trending Topics berichtete) und Ponix Systems (Indoor-Farm „Herbert“) begleitete.

Ursprünglich wollten Honeder und Oberpeilsteiner einen selbstwässernden Blumentopf entwickeln und hatten bereits einen Prototypen in der Hand. Nur, so Oberpeilsteiner: „Das wäre aber ein 200-Euro-Produkt geworden“. Deswegen kochte man die Idee auf die günstigen Sensoren herunter. „Viele wollen einfach wissen, wann die Pflanzen Wasser brauchen.“

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