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Helferline: So funktioniert das Startup, bei dem man Technikhilfen buchen kann

© Helferline
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Wer ein technisches Problem hat, der fragt seine Kollegen, Freunde – oder auch das Wiener Startup Helferline. Denn die drei Gründer Clemens Schmidgruber, Alexander Niederhofer und Janko Glavić haben eine Vermittlungs-Plattform aufgebaut, auf der man sich einfach einen Technik-Experten bestellen kann. Dieser richtet dann Computer, Drucker oder WLAN und bekommt dafür ein Honorar von der Plattform. 14 Euro pro Viertelstunde kostet der Hilfedienst (bei einer Mindestverrechnungsdauer von 30 Minuten). Anfahrtskosten fallen nur außerhalb von Stadtgebieten an, und wenn das Problem nicht gelöst wird, dann bezahlt man gar nichts.

Windows-Probleme sorgen für Nachfrage

Seit der Gründung 2016 haben die drei Gründer mehrere tausend Aufträge abgewickelt – und das alles mit einem Team von derzeit nur 8 Leuten. Das Geheimnis ist die so genannte „Gig Economy“, auf die Helferline setzt. Anstatt eigene Angestellte zu entsenden, vermittelt man als Plattform lediglich die geprüften Helferleins, die zu den Kunden nach Hause oder ins Büro kommen. Eine ganze Stunde kostet dem Kunden 56 Euro – 30 Euro bekommt der Freelancer, 26 Euro bleiben bei dem Startup. Business-Kunden (meist kleine Firmen, die keine eigene IT-Abteilung haben) bezahlen etwas mehr.

Lorenz Edtmayer, Janko Glavic (CTO), Clemens Schmidgruber (CEO), Alexander Niederhofer (CMO), Georg Riedl. © Helferline
Lorenz Edtmayer, Janko Glavic (CTO), Clemens Schmidgruber (CEO), Alexander Niederhofer (CMO), Georg Riedl. © Helferline

“Das ist ein super Nebenjob etwa für Studenten”, sagt Alexander Niederhofer, einer der drei Gründer. Derzeit würde man einige hundert Helferleins für den Vor-Ort-Service entsenden können. “Die meisten machen ein paar Aufträge pro Woche, einige leben sogar davon.“ Je nach Auftrag könne man auf Spezialisten zurückgreifen – etwa, wenn es spezifisch um Apple-Geräte oder um Tech-Probleme in Unternehmen geht. Für die meisten Anfragen sorgt übrigens der klassische PC. “Ganz klar vorne sind die Windows-Probleme”, sagt Niederhofer.

“Auch Jüngere rufen bei uns an”

Waren es zum Start von Helferline vor allem Senioren, die eine Technik-Hilfe gesucht haben, sind es immer mehr auch jüngere Menschen, die bei dem Startup anrufen. “Auch Jüngere rufen bei uns an”, sagt Niederhofer. Zudem hat seine junge Firma Kooperationen mit den drei Mobilfunkern A1, T-Mobile und Drei geschlossen. Wenn sich dort Menschen mit Tech-Problemen melden, die deren eigene Service-Teams nicht bearbeiten können, werden die Fälle an Helferline weiter vermittelt (Trending Topics berichtete).

Helferline ist mittlerweile auch über die Grenzen Österreichs hinaus gewachsen. Der Dienst wird mittlerweile auch in München, Frankfurt und Stuttgart angeboten, auch Hamburg und Köln sollen bald dazu kommen. Zu Beginn konnte sich das Startup Förderungen bei der FFG und der Wirtschaftsagentur sichern und danach von Wien aus in alle österreichischen Bundesländer expandieren. “Wir wachsen aus unserem Cashflow heraus”, so Niederhofer.

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