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Summit der Jungen Wirtschaft

Harald Mahrer: „Umwelttechnologie made in Austria kann global zum Erfolg werden“

Harald Mahrer. © BMWFW
Harald Mahrer. © BMWFW

Der Summit der Jungen Wirtschaft firmiert 2019 unter dem Motto „Trau di“. 1.500 Jungunternehmer und Jungunternehmerinnen treffen sich in der Tabakfabrik Linz um sich zu vernetzen und Perspektiven zu besprechen. „Wir brauchen auch von der neuen Bundesregierung klare Unterstützung, wenn es um Ausbildung und Weiterbildung der jungen Unternehmer geht“, so WKO-Präsident Harald Mahrer.

Der ehemalige Wirtschaftsminister erinnert an bekannte Forderungen – eine Senkung der Einkommenssteuer sei genauso fällig, wie der Körperschaftssteuer: „Die Abgabenlast in Österreich ist viel zu hoch. Unsere Mitgliedsbetriebe und auch die Arbeitnehmer haben sich eine deutliche steuerliche Entlastung verdient – und zwar Rechtsformneutral“.

Investitionsfreibetrag für Klimaschutz

Aber auch die Wirtschaftskammer schreibt sich mittlerweile Umweltschutz ganz groß auf die Fahnen. „Wir bewegen uns auf wirtschaftlich anspruchsvolle Zeiten zu, da sind Investitionen von extremer Bedeutung“, sagt Mahrer, der vor allem in einem Bereich großes Potenzial sieht: „ Umwelttechnologie made in Austria kann global zum Erfolg werden.“ Neun von zehn Delegationen, die sich den Wirtschaftsstandort ansehen, würden vor allem auf energiesparende Projekte in Österreich achten. Deshalb brauche es einen Investitionsfreibetrag von 30 Prozent für Umwelt- und Klimaschutz.

Die Forderungen der WKÖ an die neue Bundesregierung:

  • Lohn- und Einkommensteuer senken
  • Anhebung des Basis-Gewinnfreibetrags
  • KöSt senken
  • Lohnnebenkosten senken
  • Investitionsfreibetrag für Umweltschutz
  • Unkomplizierte Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung

WKOÖ zieht in die Linzer Tabakfabrik ein

In Oberösterreich rückt die Wirtschaftskammer indes auch räumlich ins Zentrum der Jungunternehmer- und Kreativ-Szene. Die WKOÖ eröffnet am 07. Oktober in der Tabakfabrik Linz einen Dependance, die den 1.700 dort angesiedelten Mitarbeitern einen Zugriff auf die Strukturen der Wirtschaftskammer ermöglicht. „Wir wollen nicht nur den dortigen Mitgliedsbetrieben optimalen Service bieten, sondern wir erhoffen uns, durch die Präsenz vor Ort am Kreativzentrum von Linz auch neue Inputs, neues Wissen und neue Anreize, die letztlich allen Mitgliedsbetrieben zugute kommen“, sagt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.

Zufrieden mit Kurs der letzten Regierung

Ein wenig Wahlwerbung musste am Summit der Jungen Wirtschaft auch anklingen: „Zwei Drittel der Jungunternehmer wollen, dass die Richtung die die vergangene Regierung wirtschaftlich eingeschlagen hat, weitergeführt wird. Wir müssen zurück in die Zukunft und die Probleme angreifen, die auf uns warten“, meint Christiane Holzinger, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft. Sie wünscht sich einen Fokus auf Künstliche Intelligenz und Digitalisierung und bessere Rahmenbedingungen in der Steuerpolitik. „Expansion braucht Investitionskapital in den Unternehmen und nicht beim Fiskus“, sagt Holzinger.

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