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Happylab: Für 1,5 Millionen Euro entsteht eine neue Innovationswerkstatt in Wien

Die Happylab-Geschäftsführer Karim Jafarmadar und Roland Stelzer. © Happylab
Die Happylab-Geschäftsführer Karim Jafarmadar und Roland Stelzer. © Happylab

Es ist ein Leitprojekt der Wirtschaftsstrategie der Stadt Wien und eine der wichtigsten Anlaufstellen für alle, die einen Makerspace suchen: Die Wiener Firma Happylab hat in den letzten Jahren gezeigt, dass es eine steigende Nachfrage nach Maschinenparks gibt, in denen sich im Prinzip jeder an Geräten wie Laser-Cuttern und 3D-Druckern versuchen kann.

Wer solche und andere Maschinen bedienen will, der findet künftig in der Schönngasse 15-17, 1020 Wien, eine neue Anlaufstelle. Denn dort bauen die Betreiber des Happylabs um satte 1,5 Millionen Euro eine neue Innovationswerkstatt. Dazu wird eine ehemalige Elektromotorenfabrik umgebaut, die Eröffnung ist für den Frühling 2021 geplant. Neben Maschinen in den Bereichen Metall- und Holzbearbeitung wird es auf den etwa 900 Quadratmetern auch einen integrierten Coworking Space geben.

„Im neuen Happylab im Stuwerviertel können Prototyping, Produktentwicklung und Kleinserienfertigung an einem Ort umgesetzt werden“, heißt es seitens der beiden Geschäftsführer Roland Stelzer und Karim Jafarmadar. Die Zielgruppen, die sie ansprechen wollen: Neben Privatpersonen, Startups und KMU soll der Frauenanteil der Mitglieder vergrößert werden – gezielt mit Workshops, die sich an weibliche Interessenten richtet, sowie mit einer Erweiterung des Maschinenparks etwa um digitale Stickmaschinen und „Overlock“-Nähmaschine zur Textilbearbeitung. Klingt nach Klischee, ist aber das Ergebnis einer Umfrage.

2.000 aktive Mitglieder

Für die Eröffnung des neuen Standorts wird ordentlich Geld in die Hand genommen. 750.000 Euro kommen aus Eigenmitteln, weitere 750.000 Euro ausFörderungen – davon 500.000 Euro von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und 250.000 Euro von der Wiener Wirtschaftsagentur. „Happylab ist ein wesentlicher Innovationstreiber für Wien und den urbanen Raum generell. Wir können stolz sein, einen so wichtigen Partner für Start-ups, Gründerinnen, Gründer und etablierte Unternehmen für die städtische Produktion von morgen zu haben“, so Wirtschaftsagentur Wien-Geschäftsführer Gerhard Hirczi in einer Aussendung.

Das Happylab gibt es in Wien seit 2006 und betreibt noch zwei weitere Standorte in Salzburg und in Berlin. Finanziert wird der Makerspace über die Mitgliedsbeiträge von rund 2.000 aktiven Mitgliedern, die für die Nutzung der Maschinen je nach Umfang zwischen 9 und 49 Euro pro Monat bezahlen. Mehrere Startups (u.a. HappyMed, Helioz) oder Schmuck-Designer haben die Einrichtung bereits genutzt, um Prototypen zu entwickeln.

© Happylab
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