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Exchange-Bericht

Handelsvolumen auf Kryptomarkt brach im Juni um 40 Prozent ein

© Jeremy Zero
© Jeremy Zero

Seit Juni muss sich der gesamte weltweite Kryptomarkt aufgrund von mehreren negativen Schlagzeilen durch ein massives Sommerloch kämpfen. Vor allem nimmt das Interesse der Händler an digitalen Coins gerade stark ab. Im Juni fiel das Handelsvolumen bei den meisten digitalen Börsen, darunter Coinbase, Kraken, Binance und Bitstamp, um teilweise mehr als 40 Prozent auf durchschnittlich 138,2 Milliarden Dollar pro Tag. Das zeigt ein Bericht der Analyseplattform CryptoCompare. Vor allem der starke Fall der Nummer-Eins-Währung Bitcoin habe den Markt heruntergezogen. Im Juni lag der Preis zeitweise unter 25.000 Euro (Trending Topics berichtete).

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Handelsvolumen auf allen Exchanges niedriger

CryptoCompare zufolge haben sich die niedrigeren Preise und eine geringere Volatilität stark auf das Handelsvolumen ausgewirkt. Die größten 15 Exchanges waren alle schwer betroffen. Bei ihnen ist das Volumen zwischen Mai und Juni um mehr als 40 Prozent gesunken. Vor allem hat es die beiden Börsen Coinbase und Binance erwischt. Als Hauptauslöser für den Fall von Bitcoin nennt der Bericht das momentane harte Vorgehen der chinesischen Regierung gegen Krypto-Miner. Die Volksrepublik will nämlich ihre eigene digitale Coin starten und hat Bitcoin-Mining im ganzen Land unterbunden. Zwischen 50 und 60 Prozent der global genutzten Energie zum Mining von Bitcoin stammen aus China.

Bitcoin hat sich bis jetzt nicht mehr von dem dadurch ausgelösten Tief erholt. Erst in der vergangenen Woche zeigte sich eine Talfahrt, die sich erst Ende der Woche und am Montag wieder einbremste (Trending Topics berichtete). Nicht nur Bitcoin, sondern auch die Konkurrenten Binance Coin und Ethereum zeigten in der vergangenen Woche teilweise schwere Einbrüche, obwohl beide zuvor positive Trends gezeigt hatten.

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„Angst durch China-Crackdown“

„Der chinesische Crackdown hat eine Menge Angst verursacht, die sich in den Märkten widerspiegelt. Das Ökosystem der digitalen Assets hängt momentan in den Seilen. Kommt es in so einer Situation zu großen Ausverkäufen, agieren die Teilnehmer typischerweise sehr ängstlich und sichern ihre Assets lieber“, zitiert CNBC Teddy Vallee, Chefinvestor beim Hedgefonds Pervalle Global. Laut dem US-Sender CNBC sehen die meisten Experten den langfristigen Trend für den Kryptomarkt jedoch positiv. Diese momentane Entwicklung sei nicht permanent. Außerdem seien die Handelsvolumen jetzt immer noch wesentlich höher als im vergangenen Jahr.

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