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Gründerpreis PHÖNIX: Diese 5 Startups haben die Chance auf den großen Award

© Austria Wirtschaftsservice
© Austria Wirtschaftsservice

Es ist eine der wichtigsten Auszeichnungen, die sich Startups in Österreich verdienen können: Der Gründerpreis PHÖNIX, der am 4. März bereits zum siebten Mal im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung vergeben wird, zeichnet jährlich jene Jungfirmen aus, die mit wissenschaftlichem Background den Innovationsstandort Österreich vorantreiben.

Ziel des Preises, der von der Austria Wirtschaftsservice (aws) in Kooperation mit der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der Industriellenvereinigung (IV) organisiert, ist, den Stellenwert des erfolgreichen Wissenstransfers für den Innovationsstandort Österreich sichtbar zu machen. Über die Jahre haben zahlreiche erfolgreiche Startups den Gründerpreis entgegen genommen.

Vergeben wird der Preis in vier Kategorien: Prototypen, Spin-offs, Startups und Female Entrepreneurs. Einreichen konnten alle Start-ups und Spin-offs, die ihren Firmensitz in Österreich haben und nach dem 1. Jänner 2014 gegründet wurden, sowie österreichische Forschungseinrichtungen mit Prototypenprojekten. Besonderes Augenmerk wird auf ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Sinne der UN-Ziele (Sustainable Development Goals, SDGs) gelegt. Gemeinsam mit der aws präsentieren wir hier die Nominierten in der Kategorie Startups.

 

eologix

Das Team von eologix. © eologix sensor technology gmbh
Das Team von eologix. © eologix sensor technology gmbh

Alles, was vernetzt werden kann, wird auch vernetzt werden – und dieses Grazer Startup sorgt dafür, dass auch die Rotorblätter von Windkraftanlagen mit intelligenten Sensoren ausgestattet werden. Denn: Wenn die Oberflächen der Windräder im Winter vereisen, dann stehen sie still oder können sogar Schaden davontragen. Solche Ausfälle können den Betreibern von Windkraftanlagen viel Geld kosten. Mit Hilfe der Sensoren von eologix können die Temperatur und die Eisdicke gemessen werden. Dadurch kann die Organisation der Eisentfernung punktgenau gesteuert, rechtzeitig wird vor Sicherheitsrisiken gewarnt und der Ertrag der Anlage gesteigert werden.

Die eologix sensor technology Gmbh wurde 2014 von Michael Moser, Thomas Schlegl und Hubert Zangl nach einer Inkubationsphase im Science Park Graz gegründet. Mittlerweile sind die Sensoren an zahlreichen Windrädern im Einsatz. Doch dabei wird es nicht bleiben, denn die Technologie kann auch bei der Bahn, in der Luftfahrt oder in Industrieanlagen eingesetzt werden.

 

Interactive Paper

Raphael Besnier and Tobias Macke von Interactive Paper. © Interactive Paper
Raphael Besnier and Tobias Macke von Interactive Paper. © Interactive Paper

Es ist ein durchaus magisches Erlebnis: Mit einem technischen Trick hat es das niederösterreichische Startup Interactive Paper geschafft, dass sich Inhalte am Smartphone-Display über Berührungen eines Blatt Papiers steuern lassen, auf dem das Handy liegt. Damit ist es der jungen Firma gelungen, Werbern eine neue Möglichkeit zu bieten, um Flyer oder Prospekte interaktiv zu machen und Nutzer zu einer Webseite oder einen Online-Shop zu lotsen.

Gestartet 2018, ist es den beiden Gründern Raphael Besnier and Tobias Macke gelungen, Kunden wie Samsung, Bawag oder Erste Bank zu begeistern. Auch eine erste Finanzierungsrunde mit namhaften Business Angels wurde bereits abgeschlossen. Zur Technologie: Die Steuerung des Smartphones funktioniert über den NFC-Chip. Im Papier wird entsprechende RFID-Tags integriert, die bei Berührung Signale an den NFC-Chip im Smartphone senden. Das funktioniert sowohl mit Android-Geräten als auch mit iPhones.

 

markta

das markta-Team. © JENN AND THE CAMERA // Jennifer Wortham
das markta-Team. © JENN AND THE CAMERA // Jennifer Wortham

Sie ist mit ihrem Team nicht mehr aus der österreichischen Startup-Szene wegzudenken: Theresa Imre hat mit markta einen digitalen Bauernmarkt aufgebaut, der kleine unabhängige Produzenten von Lebensmitteln direkt mit Konsumenten in der Stadt verbindet. In dem Online-Shop können seit März 2018 eine breite Auswahl an regionalen Produkten bei mehr als 450 Betrieben in ganz Österreich bestellt werden. Ziel ist, regionale Lebensmittelproduzenten zu stärken und ihnen eine digitalen Vertriebskanal anzubieten.

In den letzten Jahren ist Imre mit ihrem Team von Erfolg zu Erfolg geeilt. Im Krisenjahr 2020 sind die Bestellungen auf der Plattform durch die Decke gegangen, im Frühling und Sommer 2020 konnte sich markta dann auch noch insgesamt 600.000 Euro über zwei Crowdfunding-Kampagnen holen, es folgten zahlreiche Auftritte in den Medien und Termine mit Minister:innen. Per Franchise-System soll markta 2021 nach Wien auch in andere österreichische Städte kommen.

 

Single Use Support

Johannes Kirchmair and Thomas Wurm, die Gründer von Single Use Support. © Single Use Support GmbH
Johannes Kirchmair and Thomas Wurm, die Gründer von Single Use Support. © Single Use Support GmbH

Österreich ist ein Land der Hidden Champions, und die 2016 gegründete Single Use Support GmbH aus Kufstein ist ein weiterer Beweis dafür. Das Team rund um die beiden Gründer Johannes Kirchmair and Thomas Wurm hat eine innovative Produktlösung geschaffen, mit der hochwertige, lebenswichtige Medikamente sicher, steril und tiefgekühlt rund um den Globus transportiert werden können. Auf diesen 100 Prozent sicheren Flüssigkeits-Logistik-Prozess vertrauen namhafte Pharmakonzerne in Europa, Asien und Amerika.

Zur Technologie: Für Lagerung und Transport von Medikamenten werden in der Pharmaindustrie auch sogenannte Single Use Bags eingesetzt. Das Tiroler Startup hat rund um diese ein Ökosystem von Messgeräten, Gefriersystemen und Abfüllanlagen gebaut, damit Pharmakonzerne die Single Use Bags in großem Volumen einsetzen können. 2020 war das Durchbruchsjahr des Unternehmen und brachte ihm einen massiven Umsatz auf mehr als 45 Millionen Euro.

 

Symflower

Evelyn Haslinger und Markus Zimmermann von Symflower. © Christian Redtenbacher - Frames in Time
Evelyn Haslinger und Markus Zimmermann von Symflower. © Christian Redtenbacher – Frames in Time

„Software is eating the world“ – und Software-Fehler können Milliardenschäden anrichten. Deswegen wächst der Markt für Tools, mit denen Fehler im Code gefunden und ausgebessert werden können, auf jährlich über 250 Milliarden Dollar. In diesem Bereich spielt auch das Linzer Startup Symflower, das 2018 von Evelyn Haslinger und Markus Zimmermann gegründet wurde, eine immer wichtigere Rolle.

Symflower ist darauf spezialisiert, bestehende Software-Systeme vollautomatisch analysieren zu können. Das Startup setzt dabei auf Künstliche Intelligenz (KI) und mathematische Modelle, um Software zu testen. Die automatische Generierung der Tests soll dadurch 1.000 Mal schneller und 100 Mal genauer werden als durch das manuelle Schreiben der Tests. Prominente Investoren sind 2019 bei Symflower eingestiegen, um das Startup auf das nächste Level zu bringen.

Die Preise

Die Verleihung des österreichischen Gründerpreis erfolgt durch die Bundesministerin Margarete Schramböck und Bundesminister Heinz Faßmann. Zusätzlich erhalten die Preisträgerinnen und Preisträger Trophäen, Urkunden und Reisegutscheine bzw. wird ihnen eine Teilnahme an einem internationalen oder nationalen Fachevent – vor Ort oder auch digital – ermöglicht.

Zusätzlich werden sie durch eine Presse- und Medienkooperationen des BMDW und BMBWF begleitet, wodurch die ausgezeichneten Technologien und Ideen in Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar gemacht werden.

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