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Markus Linder

Gründer der Woche: Spielerisch den eigenen CO2-Fußabdruck senken

inoqo-Gründer Markus Linder © inoqo
inoqo-Gründer Markus Linder © inoqo

Sie sind auf der Erfolgsspur. Unser Gründer der Woche konnte sich aktuell in einer Finanzierungsrunde knapp zwei Millionen Euro sichern. Mit diesem Investment sollen nun die nächsten Ziele erreicht werden. Die App des Startups inoqo lässt die Nutzer messen, wie wie viel CO2 beziehungsweise Schaden für die Biodiversität durch den eigenen Konsum verursacht wird. Die App, die es im Moment in einer Closed-Beta-Version gibt, soll ab diesen Herbst offiziell in Österreich verfügbar sein.

Startup-Profi als Gründer

Hinter dem Startup steht der Wiener Markus Linder. Dieser  weiß, was er tut. Er ist Software-Startup-Profi –  sein erstes Unternehmen Zoo, das er vor 13 Jahren in Wien gegründet hatte, ist mittlerweile eine internationale Firma mit Sitz in London. Auf die Idee zum inoqo-Konzept ist Linder bei einer Familienreise durch Nordeuropa 2019 gekommen. „Ich habe dort anhand vieler Dinge gesehen, wie stark sich die beiden Krisen Klimawandel und Mangel an Biodiversität jetzt schon auswirken. Vor allem bei der Biodiversität hat unser Konsum einen massiven Einfluss, der vielen Verbrauchern gar nicht bewusst ist. Durch kleine Nudges wollen wir ihnen klar machen, dass sie beispielsweise aufhören können, die Abholzung des Regenwalds zu fördern. Das soll Konsumenten zu einem nachhaltigeren Lebensstil führen“, erklärt der inoqo-Gründer.

inoqo: Frische 2 Millionen Euro für Kampf gegen Klima- und Biodiversitätskrise

Nachhaltigkeit mit Gamingfaktor verbinden

Das Prinzip der App ist ganz einfach: Vor dem Einkaufen füllt der Nutzer in der App einen einfachen Fragebogen zu seinen Präferenzen und Werten aus – mag man Bio-Eier, Eier aus Freilandhaltung, legt man Wert auf Regionalität oder vielleicht auf zertifiziertes Palmöl?  Mit der App kann man dann Einkaufsbelege bei Billa oder Spar scannen und bekommt dann etwa angezeigt, dass man durch den Umstieg auf Bio-Schweinefleisch die Abholzung des Regenwaldes mindern könnte. Die App soll auch vor Produkten warnen, die gegen die eigenen Werte verstoßen. In Zukunft will das Startup auch den spielerischen Ehrgeiz der Nutzer wecken. In Challenges mit anderen Nutzern (z.B. Teams in Firmen) soll man gemeinsam messen können, wie viel CO2 man durch reduzierten Fleischkonsum einsparen konnte.

Start für Herbst 2021 geplant

Nachdem die App bereits in kleinem Rahmen getestet wurde, startet nun aktuell die Closed-Beta-Version. Ab Herbst 2021 soll inoqo dann offiziell in Österreich gelauncht werden. Mit dem frischen Investment will sich das Startup auf den Ausbau des Teams und der Verbesserung des Marketings konzentrieren. Auch arbeiten sie daran, die Daten zu den CO2-Werten der Produkte noch genauer zu erfassen und darzustellen.

Übrigens, wer bisher noch überlegt hat wofür der Name inoqo eigentlich stehen könnte, kann diese Überlegungen an dieser Stelle abbrechen. Der Name des Startups hat einen ganz pragmatischen Hintergrund, so Linder: „Ich wollte gern eine „.com-Webdomain“ und diese war noch frei.“ Wem aber eine passende Interpretation des Namens zu der App einfallen würde, könne sich gerne bei ihm melden, so der Gründer.

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