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Felix Ohswald und Gregor Müller

Gründer der Woche: Online-Nachhilfe auf dem Weg zum Unicorn

Felix Ohswald und Gregor Müller, die Gründer von goStudent. © goStudent
Felix Ohswald und Gregor Müller, die Gründer von goStudent. © goStudent

15.000 Schülerinnen und Schüler auf der einen und mehr als 3.000 Lehrerkräfte auf der anderen Seite bringt GoStudent zusammen. Bis dahin war es ein weiter Weg für das EduTech aus Wien. Er hat sich aber ausgezahlt: 70 Millionen Euro konnte das Startup von Felix Ohswald und Gregor Müller zuletzt einsammeln. Dafür verleihen wir zum zweiten Mal den Titel als „Gründer der Woche“.

GoStudent: Vom WhatsApp-Chat zur eigenen Plattform

2016 sind die GoStudent-Gründer mit einem WhatsApp-Chat gestartet, über den Schüler mit Tutoren die Hausaufgaben durchgehen konnten. Mittlerweile gibt es eine eigene Plattform, auf der 15.000 Schüler mit mehr als 3.000 Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam lernen. Das war einer Investorenrunde rund um Neuinvestor Coatue aus New York nun 70 Millionen Euro in einem Series-B-Investment wert. „Wir konnten das Wachstum in den letzten sechs Monaten noch einmal so richtig ankurbeln“, sagt Ohswald zu Trending Topics. „Wir sind dem Unicorn-Status dicht auf den Fersen“.

Einige Investmentrunden

Der Weg in Richtung Einhornstatus ist mit einigen Investments gesäumt. Die erste Pre-Seed-Runde gab es bereits 2016, damals sammelte GoStudent 200.000 Euro ein. 2018 folgte dann ein Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen, wo GoStudent erstmals mit zehn Millionen Euro bewertet wurde. Im Juli 2018 folgten dann weitere 1,5 Millionen Euro von Speedinvest als Lead-Investor. Durch frühere Investments sind auch Pioneers Ventures, Econnext und Learnchamp an Bord. 2020 ging es dann aber erst richtig los: Im Juli folgte in der Series A ein Investment von 8,3 Millionen Euro. Zuletzt folgte das aktuelle Investment in Höhe von 70 Millionen Euro. 

Neue Märkte geplant

„Wir hatten gegen Ende 2020 auch immer mehr Interesse von verschiedensten Seiten und dann gab es das eine oder andere Angebot, bei denen eigentlich alles gepasst hat. Nun wollen wir die nächste Wachstumsphase einläuten“, erzählte Felix Ohswald im Gespräch mit Trending Topics. Für 2021 plane man eine „Verfünffachung bis Versechsfachung“ der Unternehmensgröße. Mit dem frischen Kapital sollen neue Märkte erobert werden: Nach dem DACH-Raum, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Italien, sollen Griechenland, Türkei, Niederlande und Russland neu dazukommen.

„Hat gesehen, wie wichtig Lehrkräfte sind“

Und langfristig? Was wünschen sich die Gründer? Ohswald stellt Forderungen an den Staat: „Bei uns in der Firma gibt es diesen klaren Leitsatz, dass die Qualität von Bildung und der Dienstleistung, die wir anbieten, von der Qualität der Lehrkräfte abhängt. Es hat sich, glaube ich, auch in den letzten zwölf Monaten, also in der Zeit, in der die Schulen geschlossen waren, eines wirklich stark gezeigt: Wenn es Lehrkräfte gibt, die motiviert sind, die engagiert sind, die kreative Ideen einbringen, wie sie auch mit ihren Schülern in Kontakt bleiben können, wie man auch über Distance Learning gut lernen kann, dann hat sich der Umstieg ausgezahlt. Man hat gesehen, wie wichtig auch die Rolle der Lehrkraft geworden ist, auch in dieser schwierigen Phase Verantwortung zu übernehmen und Maßnahmen zu setzen. Wenn ich einen Wunsch habe, dann ist es der, dass man sich wirklich ganz stark darauf fokussiert als Land, dass man einfach die mit Abstand besten Lehrkräfte animiert, motiviert und aufhaben kann, um auch den Talenten von morgen das richtige Fundament auf den Weg mitgeben zu können.“

Zebras & Unicorns: GoStudent und die Hintergründe des 70 Millionen Euro Investments

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