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Gründer der Woche: Mit Fahrradrouten zum Millioneninvestment

Das Team von Bikemap. © Bikemap / Astrid Koger
Das Team von Bikemap. © Bikemap / Astrid Koger

In der Corona-Zeit hat sich in Europa ein massiver Fahrrad-Boom entwickelt. Sowohl zum Meiden von öffentlichen Verkehrsmittel als auch für eine umweltfreundliche Fortbewegung steigen immer mehr Menschen auf den Drahtesel. Ein Startup, das von dieser Entwicklung besonders profitiert, ist Bikemap aus Wien. Mit Apps für Fahrradrouten überzeugt das Jungunternehmen Kunden – und auch Investoren. Das niederländische Venture Capital-Unternehmen Ponooc hat kürzlich in einer Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag in Bikemap investiert (Trending Topics berichtete). Dieser Erfolg macht die Damen und Herren hinter dem Startup zu unseren „Gründern der Woche„.

Grundidee stammt aus dem Jahr 2007

Bikemap gibt es als Projekt bereits seit dem Jahr 2007. Die beiden Hobbyradler Christof Hinterplattner und Helge Fahrnberger hatten damals die Idee zu einer Plattform, die zum Austausch guter Bike-Routen dient. Im Jahr 2014 fand dann die tatsächliche Gründung des Startups statt. Im Jahr 2018 gab es einen Wechsel in der Chefetage. Damals übernahm Matthias Natmessnig den CEO-Posten von Hinterplattner. Die Grundidee ist bis heute weiterhin, dass begeisterte Radfahrer schnell und bequem die besten Routen für ihre Fahrten finden sollen.

Mittlerweile hat Bikemap nach eigenen Angaben eine über 100 Länder weltweit verteilte Community aus insgesamt 5,1 Millionen Nutzern aufgebaut. Auf der Plattform fänden sich stolze 7,6 Millionen Fahrradrouten. Auf der mobilen App können Nutzer diese Wege jederzeit über Smartphones oder Wearables auf einer Karte sehen und verfolgen. Dabei erhalten sie Angaben über die Länge des Wegs sowie über die Steigungen und Gefälle, die ihnen dabei bevorstehen. Neben User-generierten Routen gibt es auch offizielle Fahrradstrecken.

Inside Bikemap: Die Wiener App-Schmiede der Fahrrad-Nerds

Bikemap-Nutzerzahlen 2020 explodiert

„Mit Bikemap finden Fahrradfahrer auf der ganzen Welt die geeignete Route für ihre Tour. Anders als bei allgemeiner konzipierten Apps wie Google Maps sind unsere Strecken gezielt auf die Bedürfnisse verschiedener Fahrrad-Typen abgestimmt. Gleichzeitig profitieren alle Bikemaper von unserer starken Community, die täglich neue Strecken, Empfehlungen – wie Werkstätte oder Rastplätze – oder Hindernisse für mehr Sicherheit teilt. Langfristig wollen wir durch diese Mischung Fahrradfahren besser und sicherer gestalten“, sagt Matthias Natmessnig.

Dem Bikemap-CEO zufolge hat das Jahr 2020 einen massiven Zuwachs an Nutzern gebracht. Die Verwendung der App sei im ersten Lockdown im Vergleich zum Vorjahr regelmäßig um 500 bis 600 Prozent gestiegen (Trending Topics berichtete). In seiner Entstehungsgeschichte hat das Startup schon viele Investments eingesammelt – unter anderem von Speedinvest und Business Angels. Die neue Finanzierung von Ponooc hat diese Beträge jetzt noch getoppt. Das neue Kapital will der „weltweit führende nutzergenerierte Fahrrad-Navigations- und Kartendienst“ für die weitere Produktentwicklung und die Skalierung des Teams und der Plattform nutzen.

„Die Bikemap-Nutzung ist in den letzten 2 Monaten regelrecht explodiert“

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