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Leroy Hofer & Nico Prugger

Gründer der Woche: Die Carsharer, die Teslas tokenisieren

Die Eloop-Mitgründer Nico Prugger und Leroy Hofer. © Trending Topics
Die Eloop-Mitgründer Nico Prugger und Leroy Hofer. © Trending Topics

Seit August 2019 sind auf den Straßen Wiens einige Autos mit dezentem „Eloop„-Aufdruck zu finden. Seit nunmehr über einem Jahr ist das Startup in der Hauptstadt am Start – und freut sich neben wachsenden Kundenzahlen auch über 240.000 Euro über den erst kürzlich beendeten Token Sale. Der Erfolg spricht für unsere Gründer der Woche – Leroy Hofer und Nico Prugger.

Eloop: Token Sale in Rekordzeit

Erst am Montag berichteten wir, dass der Token Sale von Eloop bereits vorbei ist – ursprünglich hätte er bis zum 27. Dezember laufen sollen. Die 240.000 EOT zum Preis von je einem Euro sind aber bereits weg – und die Gründer entsprechend zufrieden. Die Tokenisierung hatte Ende August 2020 begonnen und ist durchaus ein wenig symptomatisch für den Lauf, den Eloop in den letzten Monaten hinlegen konnte. Dabei ist der Start von Eloop erst rund 15 Monate aus.

Vieles ging in dieser Zeit gut, anderes weniger, berichtet Leroy Hofer: Ehrlich gesagt haben wir 2019 noch geplant, zum jetzigen Zeitpunkt mehr Fahrzeuge in unserem Fuhrpark zu haben. Corona hat diese Pläne leider verzögert. Was allerdings unsere Erwartungen übertroffen hat, war der Token Sale. 2019 hätten wir nicht damit gerechnet, dass wir das komplette Projekt schon 2020 umgesetzt haben werden und dass es so erfolgreich sein wird.“

Auch der Start sei alles andere als einfach gewesen. Vor allem die Finanzierung habe zu Beginn Schwierigkeiten gemacht, erinnert sich Hofer: “ Carsharing in ein sehr kapitalintensives Business und es war dementsprechend auch schwierig Investoren zu finden. Besonders damals, als wir außer eines Businessplans noch nichts vorzuweisen hatten. Somit mussten wir bezüglich der Finanzierung unseres Startups kreativ sein. Dieser Umstand hat uns zu unserer Crowdinvesting-Kampagne 2018 geführt, die den Stein ins Rollen brachte und auch Angel Investoren auf uns Aufmerksam gemacht hat. Mittlerweile ist diese Thematik einfacher geworden, da unser Geschäftsmodell sehr gut aufgegangen ist.“

Eloop-Fuhrpark soll ausgebaut werden

Die Idee zu Eloop entstand im Urlaub in Südafrika. „Die Leute dort teilen sich Autos, weil es dort keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt“, erklärte Prugger bereits vergangenes Jahr im Interview mit Trending Topics. Carsharing mache Sinn, um dem Verkehrschaos Herr zu werden. Schnell sei außerdem klar gewesen, dass das Vorhaben „möglichst umweltschonend sein“ soll – und dafür sei das Elektroauto einfach am besten geeignet. Insgesamt 25 Fahrzeuge hat Eloop mittlerweile  in der Flotte, künftig sollen es noch mehr werden. Auch dafür werde das Geld aus der Tokenisierung eingesetzt, erklärt Co-Gründer und CEO Leroy Hofer: „Ein Teil davon geht in die Fuhrparkerweiterung, ein weiterer Teil ins Marketing, und ein Teil in die Erweiterung des Teams.“

Rasante Entwicklung

Bei Eloop arbeiten – mit den beiden Gründern – derzeit elf Personen. Die Corona-Phase habe man gut überstanden: „Wir haben erst Ende 2018 damit begonnen, Mitarbeiter einzustellen. Danach ist unser Team konstant größer geworden, bis zum ersten Lockdown. Da wir nicht wussten wie es weitergehen wird, haben wir keine neuen Leute mehr eingestellt, aber auch niemanden entlassen. Über den Sommer hinweg hat sich die Lage für uns bereits wieder allmählich beruhigt und wir konnten im November sogar zwei neue Mitarbeiter einstellen.“

Das Jahr 2020 hinterließ dennoch seine Spuren. Sind die Gründer dennoch zufrieden? Hofer verneint: „Zufrieden ist das falsche Wort, um 2020 zu beschreiben. Einerseits hat es aus wirtschaftlicher Perspektive unser geplantes Wachstum massiv ausgebremst. Andererseits sind wir überaus froh, dass wir das Jahr trotzdem ganz gut überstanden haben. Viele andere Unternehmen wurden durch die Pandemie ruiniert, weshalb wir uns insgesamt glücklich schätzen können. Wir freuen uns aber alle, dass das Jahr bald vorbei ist.“

Große Pläne für 2021

In die Zukunft blicken die beiden Gründer dennoch positiv. Fest steht, dass man weiterhin auf die Tokenisierung setzen will. Die Pläne stehen bereits: „Der nächste Schritt wird sein, dass wir Teslas tokenisieren“, sagt Hofer. Dazu wurden bereits mehrere Teslas bestellt, der nächste Token-Sale soll Anfang 2021 starten. Später will Eloop die Token auch am Sekundärmarkt anbieten, also auf einer Crypto-Exchange listen. Darüber hinaus wird das kommende Jahr aber auch aus anderen Gründen spannend, verrät Hofer: „2021 wollen wir mindestens 150 Fahrzeuge in der Flotte haben. Der Großteil sollen Tesla Model 3 sein, da wir mit dem Auto die besten Erfahrungen gemacht haben. Wenn es sehr gut läuft, wollen wir Ende 2021 auch die Expansion nach Deutschland realisieren.“

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