Kaleido AI

Gründer der Woche: Die Background-Remover mit dem Australien-Exit

David Fankhauser & Benjamin Gössling. © Kaleido
David Fankhauser & Benjamin Gössling. © Kaleido

„Eine der größten Akquisitionen in der österreichischen Startup-Geschichte“ legte das Wiener Startup Kaleido Anfang der Woche hin. Das KI-Startup wurde komplett vom australischen Unicorn Canva übernommen. Die Gründer von Kaleido, Benjamin Grössing und David Fankhauser, unsere Gründer der Woche, erzählen, wie es dazu kam.

Kaleido: Gründung 2018

Kaleido gibt es seit 2018, nicht einmal drei Jahre dauerte es also bis zum Exit. Der sei allerdings nie „die Hoffnung“ gewesen, erzählten die beiden Gründer bereits Anfang der Woche im Gespräch mit Trending Topics. „Wir wollten einfach Leuten das Leben erleichtern. Es war tatsächlich so, dass wir remove.bg (das erste Tool des Startups, Anm.) im Zuge eines anderen Produktes entwickelt haben, weil wir gesehen haben, dass das so gut funktioniert hat. Generell ist es, so glauben wir, der falsche Weg, ein Startup nur zu gründen, damit dann der Exit kommt. Wir haben immer versucht, die User im Mittelpunkt zu sehen.“

„Können zusammen viel mehr erreichen“

Das soll auch weiterhin so bleiben. „Der Deal mit Canva ist dann so zustande gekommen, weil wir gesehen haben, dass wir eigentlich zusammen viel mehr erreichen konnten. Das hat einfach auf jeder Ebene Sinn ergeben“, erzählen Fankhauser und Gössing. Davor habe man bereits „über ein Jahr“ mit Canva zusammengearbeitet, revmove.bg ist bekanntlich auch auf der Plattform integriert. David Fankhauser: „So kam es, dass wir Canva auch näher kennengelernt haben. Nicht nur auf Produktseite, sondern auch wie die Kultur ist, wie die Menschen sind und wir haben uns sehr gut mit dem anfreunden können, was wir da gesehen haben. So kam es eben jetzt zu diesem Deal.“

Gründung ohne Investoren

Der Exit ist tatsächlich das erste externe Geld in System von Kaleido. Aufgebaut haben die beiden Gründer das Startup alleine, komplett ohne Investoren. Oder, wie die beiden sagen: „Nur zwei Gründer und ein unglaubliches Team“. Man sei auch von Beginn weg profitabel gewesen, „die Akquisition geschah also komplett aus freien Stücken“, heißt es von den Gründern. Und weiter: „Im Fall von Kaleido AI und Canva ergibt dieser Zusammenschluss von 1 plus 1 nicht 2, sondern […] 10!“

Informationen über die genauen Zahlen des Deals gibt es nicht, dafür steht aber schon fest, wohin die Reise gehen soll. Vorerst wird das Team aufgestockt, alleine 2021 will man das Team mit 30 zu besetzenden Positionen in allen Bereichen mehr als verdoppeln. Benjamin Groessing: „Wir brauchen in nächster Zeit einiges an Verstärkung für unser unglaublich talentiertes Team, um sinnvolle neue Produkte zu bauen, die in Zukunft noch mehr positiven Einfluss auf Millionen von Menschen in der ganzen Welt haben werden.“

Canva: Australisches Unicorn übernimmt Wiener AI-Startup Kaleido komplett

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