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Grow F und Lead F: Female Founders starten Accelerators für Frauen

Die Female-Founders-Gründerinnen Nina Wöss, Tanja Sternbauer und Lisa Fassl (von links) © Tamás Künsztler
Die Female-Founders-Gründerinnen Nina Wöss, Tanja Sternbauer und Lisa Fassl (von links) © Tamás Künsztler

Es gab bereits seit Längerem Gerüchte, nun ist die Katze aus dem Sack: Das Frauen-Netzwerk Female Founders hat zwei eigene Förderprogramme für Frauen in Führungspositionen gestartet. Grow F ist ein dreimonatiger Startup-Accelerator, an dem Jungunternehmen mit zumindest einer Frau im Kernteam teilnehmen können. Und mit Lead F hat die Initiative gemeinsam mit dem Versicherer Uniqa ein spezielles Programm für Frauen in Führungspositionen gestartet.

Internationale Experten

„Wir entwickeln unsere Produkte ganz eng mit unserer Community zusammen und sehen den ersten Batch deshalb auch als Testballon, um Erfahrungen zu sammeln“, sagt Female-Founders-Mitbegründerin Tanja Sternbauer. Für den Accelerator Grow F wird ein Team aus internationalen Experten und Expertinnen aufgestellt, das teilweise bereits in internationalen Programmen mitgeholfen hat.

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Jedes Startup bekommt einen eigenen Mentor oder eine Mentorin zur Seite gestellt. „Schon bisher hat sich in unserer Community gezeigt, dass Frauen oft Soft Skills sehr wichtig sind: wie präsentiere ich, wie gehe ich an Meetings heran und wie führe ich Verhandlungen?“, beschreibt Sternbauer inhaltliche Schwerpunkte. Auch die Frage, wie man als Frau männlichen Investoren gegenüber selbstbewusst auftritt, beschäftige Gründerinnen häufig. Das Programm umfasst darüber hinaus Themen wie Markteintritt, Growth Hacking und Internationalisierung.

MVP und gleichberechtigte Co-Founderin gefordert

Grow F richtet sich an Startups, die zumindest ein „Minimal Viable Product“ bzw. einen Prototypen vorzuweisen haben. Es muss zumindest ein weibliches Team-Mitglied mit einem gleichberechtigten Unternehmens-Anteil geben. „Wir schließen Männer für das Programm aber nicht aus“, so Sternbauer. Wenn das Startup die Kriterien erfülle, können auch die männlichen Kollegen an dem Programm teilnehmen. Der Accelerator richtet sich auch an internationale Startups, ein Umzug nach Österreich für die Zeit sei nicht notwendig, aber eine Teilnahme an allen Offline- und Online-Sessions erwünscht.

Lead F: Kostenpflichtiges Führungskräfte-Training

Parallel zu dem Accelerator läuft das ebenfalls drei Monate lange Lead-F-Programm. „Hier geht es vor allem um Frauen, die in einem Corporate-Umfeld etwas mit Startups machen wollen“, so die Female-Founders-Chefin. Das Programm überschneidet sich teilweise mit Grow F und richtet sich an (zukünftige) Führungskräfte im Innovationsumfeld in Unternehmen. Im Unterschied zu dem Startup-Accelerator, ist Lead F kostenpflichtig und wird etwa 5.000 Euro kosten.

Bewerbung bis Ende Jänner, Start im April

Für beide Programme hat Lena Hödl die organisatorische Verantwortung übernommen – eine Bewerbung ist noch bis 31. Jänner möglich. Zehn Startups werden pro Batch aufgenommen und für 2019 sind zwei Batches geplant. Grow F und Lead F starten nach einer Auswahl-Phase im April.

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