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Großinvestor Tetragon verklagt Ripple wegen XRP-Debakel

Ripple. © Jakob Steinschaden
Ripple. © Jakob Steinschaden

Neue Entwicklungen rund um die SEC-Klage gegen Ripple: Jetzt hat einer der wichtigsten Investoren des US-Unternehmens selbst Klage eingereicht. Die Tetragon Financial Group aus New York ist seit 2018 in das Unternehmen rund um CEO Brad Garlinghouse investiert und will wegen dem Rechtsstreit von Ripple gegen die US-Börsenaufsicht nun offenbar ihr Geld zurück. 2018 hat Tetragon gemeinsam mit SBI Holdings und Route 66 Ventures etwa 200 Millionen Dollar springen lassen.

Die Klage, die am Delaware Chancery Court eingereicht wurde, hat zum Ziel, dass Ripple die von Tetragon gehaltenen Vorzugsaktien der Serie C zurücknimmt und dass dem Unternehmen verboten wird, bis zur Rückzahlung selbst Geld oder andere liquide Mittel auszugeben. So will Tetragon offenbar absichern, dass noch genug Werte in dem Unternehmen verbleiben. Auch Zeitdruck gibt es offenbar – so hat Tetragon das Gericht um ein beschleunigtes Verfahren und eine einstweilige Verfügung gebeten.

Ripple nach Investment von 200 Millionen mit 10 Mrd. Dollar bewertet

Die SEC-Klage gegen Ripple ist wie eine Bombe in der Krypto-Industrie der USA eingeschlagen. Coinbase, Binance, Bitstamp, Bitpanda und viele andere große Player haben XRP teilweise oder ganz aus ihren Angeboten entfernt. Denn gewinnt die SEC die Klage, dann würden die XRP-Token als Wertpapiere eingestuft werden, und für deren Handel müssten sich Ripple wie auch andere Plattformen entsprechend bei der US-Börsenaufsicht qualifizieren – so wie reguläre Börsen reguliert werden.

„Klage hat keinen Wert“

Die Antwort seitens Ripple ließ nicht lange auf sich warten. Ja, in der Series-C-Investitionsvereinbarung gebe es eine Klausel, die besagt, dass Tetragon die Möglichkeit hat, Ripple-Aktien von Ripple zurückkaufen zu lassen, wenn XRP auf einer Go-Forward-Basis als Wertpapier eingestuft wird. „Da es keine solche Bestimmung gegeben hat, hat diese Klage keinen Wert. Wir sind enttäuscht, dass Tetragon versucht, den Mangel an regulatorischer Klarheit hier in den USA auf unfaire Weise auszunutzen. Die Gerichte werden diese Klarheit schaffen und wir sind sehr zuversichtlich in unserer Position“, heißt es in einem Statement.

Die Klage des eigenen Investors hat den Kurs von XRP neuerlich ein wenig nach unten geschickt, doch die Reaktion der Anleger blieb bescheiden. Im Vergleich zum Kurs vor einer Woche liegt XRP derzeit im Plus, und zwar bei etwa 0,23 US-Dollar. Vor dem Bekanntwerden der SEC-Klage wurde XRP bei mehr als 0,55 US-Dollar gehandelt.

Ripple: „Es ist ein Angriff auf die gesamte Krypto-Industrie der USA“

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