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Großbritannien: Regierung hält jetzt Anteile an 158 Startups

London. © David Dibert on Unsplash
London. © David Dibert on Unsplash

Im April des vergangenen Jahres hat der britische Finanzminister Rishi Sunak einen Zukunftsfonds ins Leben gerufen. Dieser soll Startups aus Großbritannien unterstützen, die durch die Schließung in der Corona-Zeit Schaden genommen hatten. Die British Business Bank, die das so genannte „Future Fund-Programme“ verwaltet und zum Staat gehört, hat nach eigenen Angaben 1.190 Jungfirmen Wandeldarlehen gewährt. Der Wert der Darlehen liegt bei umgerechnet etwa 1,33 Milliarden Euro. 158 dieser Darlehen sind inzwischen zu Eigenkapital geworden. Das bedeutet, dass die britische Regierung Anteile an den Jungfirmen hält, schreibt CNBC.

„Kapitalfluss an innovative Unternehmen erhöhen“

Die Darlehen haben ihre Finanzierung aus Steuergeldern gewonnen. Zu den Unternehmen, an denen die Regierung Anteile hält, gehören die Gig-Ticketing-App Dice FM, die Erfrischungsgetränke-Marke Gunna und der Anbieter von Heimwerker-Computerkits Kano.

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Ken Cooper, geschäftsführender Direktor für Risikolösungen bei der British Business Bank, preist in einer Erklärung das Potenzial der Maßnahme an. „Der Zukunftsfonds wurde geschaffen, um den Kapitalfluss zu innovativen Unternehmen auf dem Höhepunkt der Pandemie zu erhöhen und gleichzeitig einen langfristigen Wert für den britischen Steuerzahler zu gewährleisten. Als Anteilseigner an so vielen vielversprechenden Unternehmen ist der Zukunftsfonds gut positioniert, um deren kontinuierliches Wachstum zu unterstützen und davon zu profitieren“, so Cooper.

Großbritannien hat Rettungsfonds auf Ausland ausgeweitet

Wandeldarlehen wandeln sich zu Eigenkapitalanteilen, sobald ein Startup seine nächste Finanzierungsrunde vollzieht. Laut CNBC ermöglicht dies der Regierung, später eine Rendite aus der Investition zu erzielen. Die 158 umgewandelten Darlehen bedeuten, dass alle diese Startups bis Ende August Finanzierungen aus dem Privatsektor erhalten haben. Das Rettungspaket hat die Regierung im vergangenen Juni auf Firmen mit Sitz im Ausland ausgeweitet. Startups konnten sich zwischen Mai 2020 und Januar 2021 bewerben.

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Es gibt jedoch durchaus Kritik an der Maßnahme, Steuergelder für die Unterstützung angeschlagener Jungfirmen zu verwenden. Robin Klein, Mitbegründer der Risikofirma LocalGlobe, sagte laut CNBC vergangenes Jahr, dass der Zukunftsfonds „das Risiko birgt, dringend benötigtes Kapital in den falschen Teil der Wirtschaft zu leiten“.

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