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Gronda: Speedinvest und karriere.at investieren in Gastro-Plattform

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Die Gastro-Karriereplattform Gronda sichert sich ein sechsstelliges Investment und will bald den Sprung über den deutschsprachigen Raum hinaus wagen. © Gronda
Die Gastro-Karriereplattform Gronda sichert sich ein sechsstelliges Investment und will bald den Sprung über den deutschsprachigen Raum hinaus wagen. © Gronda

„Es hat ein gutes halbes Jahr gedauert und waren lange Verhandlungen, aber jetzt sind wir sehr glücklich“, sagt Valentin Schütz, Gründer von Gronda, einer Karriereplattform für Gastronomie und Hotellerie mit Sitz in Wattens. Jetzt ist die erste Investmentrunde durch. Mit Speedinvest unter der Leitung von Helène-Marie Ametsreiter und Karriere.at als Lead-Investoren sind noch Howzat Partners und der Venture-Tochter des Mairdumont Verlags eingestiegen. Rund eine halbe Million Euro pumpt das Konsortium in die Entwicklung der Plattform. „Unsere Community wächst stark. Wir erreichen mittlerweile 15.000 User und verzeichnen 20 Prozent Zuwachs pro Monat“, so Schütz. Während seines Studiums und der Arbeit für einen Ölkonzern in Berlin programmierte der Tiroler einen Algorithmus: Gronda vergleicht Anforderungen und Qualifikationen und zeigt die Treffer. Erst wenn sich das Unternehmen bei der Fachkraft beworben hat, sieht es das vollständige Profil des potenziellen Mitarbeiters, der bis dahin anonym ist.

Vom Blog zur Plattform

Doch zu Beginn (im Juli 2015) stand der Blog. Schütz postete Artikel, die er selbst in seiner Kindheit im Hotel seiner Eltern im Tiroler Pitztal mitbekommen hatte. Schnell versammelte er monatliche 200.000 Unique Clients auf seiner Plattform. Im Januar 2016 folgte der Launch der Plattform. Seine Vision ist es, die größte Gastronomie- und Hotellerie-Community weltweit aufzubauen, um dadurch die Rekrutierung zu erleichtern und Transparenz für die Mitarbeiter zu schaffen. Das Konzept kommt an: Über 100 Kunden aus der Top-Gastronomie und -hotellerie, von der Kempinski-oder Sheraton-Gruppe über das Hotel Sacher, das Hotel Central in Sölden bis zum Vier Jahreszeiten bezahlen bis zu 2.000 euro für eine Jahresmitgliedschaft, um sich die besten Mitarbeiter zu sichern.

Fachkräftemangel im Tourismus

Der Recruitung-Markt ist umkämpft. Mit hokify, whatchado und dem Gronda-Investor karriere.at tümmeln sich dort auch andere prominente österreichische Startups. Doch mit dem Ansatz, sich auf eine Branche zu fokussieren, trifft Schütz voll ins Schwarze. Denn in keinem anderen Segment wie im Tourismus ist der Fachkräftemangel so frappant. Mitarbeiter wechseln durch unterschiedliche saisonale Auslastungen schnell die Unternehmen, reisen von Ort zu Ort und müssen immer wieder neu eingelernt werden. Der Gastronomie geht auch der Nachwuchs aus. „Koch zu werden ist wegen der unangenehmen Arbeitszeiten abends und am Wochenende unattraktiv“, sagt Schütz.

Dem will er mit Gronda entgegenwirken und es der Community ermöglichen Erfahrungen auszutauschen und neben der aktiven Jobsuche auch Inspiration und Know-How von Sterne-Köchen mitzunehmen, die regelmäßig auf der Plattform aus ihrem Wissensschatz berichten. In den kommenden Monaten will Schütz gemeinsam mit seinen Co-Foundern Juan Vicci und Tobias Zetzsche die Produktentwicklung vorantreiben. Bis ende des Jahres soll Gronda soweit sein, den Weg ins englischsprachige Ausland zu finden. Zur Zeit sucht das Trio neue Mitarbeiter; vor allem Developer und Designer. Bis Ende des Monats soll das Team auf insgesamt neun wachsen.

„Wir haben die richtigen Investoren gefunden. Mit Speedinvest haben wir den erfahrensten Startup-Investor aus Österreich gewonnen, mit dem Mairdumont Verlag den Herausgeber des weltweit wichtigsten Reisemagazins“, so Schütz im Interview. Bis Ende des Jahres wollen er und sein Team 300 Unternehmen als Kunden gewinnen.

 

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