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Greenstorm: Wie man Hotels zu Ladestationen für E-Autos macht

Ladestation von Greenstorm. © Greenstorm
Ladestation von Greenstorm. © Greenstorm

Wie schafft man eine höhere Dichte bei Ladestationen für Elektroautos? Das Tiroler Unternehmen Greenstorm, das sich auf Elektromobilität spezialisiert hat, hat sich dazu einen ganz besonderen Weg ausgedacht: Hotels. Über ein Tauschmodell arbeitet es bereits seit mehreren Jahren mit Hotels zusammen.

Der Deal: Die Betreiber geben Greenstorm Gutscheine für freie Zimmer und bekommen im Gegenzug Elektrofahrräder oder -autos geborgt, die wiederum den Gästen zur Verfügung gestellt werden. Greenstorm verkauft diese Hotelgutscheine dann etwa über die Online-Plattform www.we-are.travel weiter. Zimmergutscheine werden vor allem für Zwischensaisonen zur Verfügung gestellt, wo die Auslastung gering ist. Durch das zusätzliche Angebot (E-Fahrräder, E-Autos) wiederum sollen die Unterkünfte für affine Kunden attraktiver werden.

1.000 Ladestationen bis Ende 2020

Dieses Konzept hat Greenstorm nun auch auf Ladestationen umgelegt. „Wir haben uns zum Ziel gemacht, das E-Tankstellen-Netzwerk in der Hotellerie bis Ende 2020 auf 1.000 Ladestationen auszubauen. Die hohe Nachfrage bestätigt uns in unserem Handeln“, sagt Philipp Zimmermann, geschäftsführender Gesellschafter bei Greenstorm. Bis dato konnte die Firma auf diesem Weg bereits 200 Ladepunkte bei 171 Hotels einrichten. Die Ladepunkte werden dabei kostenlos installiert. Möglich ist die Installation einer Wallbox (22 kW) oder einer High-Speed-Ladestation (50 kW).

Die Geschäftsführer von Greenstorm Mobility GmbH Philipp Zimmermann und Richard Hirschhuber © Greenstorm.eu
Die Geschäftsführer von Greenstorm Mobility GmbH Philipp Zimmermann und Richard Hirschhuber © Greenstorm.eu

„Den Hoteliers entstehen durch die Ausstattung mit E-Tankstellen keine Stromkosten“, erklärt Philipp Zimmermann, geschäftsführender Gesellschafter bei Greenstorm. Wenn Gäste des Hotels ihr E-Auto an den Stationen laden, dann werden ihnen 24 Cent pro kWh (exkl. MwSt.) verrechnet. Das sei ein „preislich sehr attraktives Angebot, wir wollen dieses aber noch weiter unterbieten“, so Zimmermann. Auch für etwaige Reparaturkosten kommt Greenstorm auf, der kooperierende Hotelier muss sich in diesen Fällen nicht darum kümmern.

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Kooperation mit Smatrics

Bei den E-Ladestationen arbeitet Greenstorm mit Smatrics zusammen – dabei handelt es sich um ein Joint Venture von OMV, Siemens und Verbund, das ein Netzwerk aus E-Ladestationen betreibt. Smatrics sorgt bei den Ladepunkten bei den Hotels für die Abrechnungssoftware, Support und eine 24/7-Hotline. Künftig soll es auch eine eigene Greenstorm-Ladekarte geben, die man dann an den Stationen von Smatrics ebenfalls nutzen kann.

„Die Kooperation wird es ermöglichen, dass allen Kunden durch Roamingabkommen mit anderen Betreibern rund 37.700 Ladepunkte im Ausland und 5.200 in Österreich zusätzlich zur Verfügung stehen“, heißt es in einer Aussendung. Bis jetzt waren die Greenstorm-Ladestationen nur per Web-App zugänglich. Eine Online-Karte mit sämtlichen Ladestationen findet man unter charge.greenstorm.eu.

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