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Startup-Barometer Graz: „Finanzierung ist immer das Thema, bei dem sich wenig tut“

Werner Sammer von Up to Eleven. © Foto Fischer
Werner Sammer von Up to Eleven. © Foto Fischer

Was denkt die Grazer Startup-Szene über ihre eigene Stadt als Standort? Beim Grazer Startup-Barometer wird alljährlich durch Online-Befragungen erhoben, wie Mitglieder der Branche ihr Umfeld – also die steirische Landeshauptstadt – bewerten (n = 137).

Die Ergebnisse überraschen kaum, sprechen aber für sich. „Aus Sicht der Befragten ist das Empfinden für den Standort insgesamt leicht besser geworden“, heißt es zusammenfassend. „Der Gründungsstandort Graz wurde mit 5,21 von maximal 7 Punkten bewertet. 2014 lag dieser Wert bei 3,94, 2018 bei 5,10.“ Damit hat sich das Klima – also wenn es um Büro-Infrastruktur, Fördermöglichkeiten, Events und Mitarbeiter geht – kontinuierlich verbessert.

6,5 neue Arbeitsplätze pro Startup

Wohl am spannendsten: „Wir wissen jetzt, dass Grazer Startups 6,5 Arbeitsplätze im Laufe ihres Unternehmertums schaffen“, sagt Werner Sammer von Up to Eleven. Der Startup-Inkubator hat die Umfrage zusammen mit dem Ideentriebwerk Graz, Junge Wirtschaft Steiermark und dem Institut für Unternehmensführung und Entrepreneurship, Karl-Franzens-Universität Graz durchgeführt.

Defizite sehen die Befragten bei der Finanzierungssituation. „Hier stagniert die Bewertung auf durchschnittlichem Niveau. Vor allem privates Kapital ist unterrepräsentiert. Das ist natürlich eine Herausforderung für 72 Prozent der Befragten, die in den nächsten 12 Monaten eine Finanzierung planen“, so das Ergebnis der Studie. 71 Prozent der Startups finanzierte sich bisher via Bootstrapping, eigene Ersparnisse oder Kapital von Freunden und Familie.

„Finanzierung ist immer das Thema, bei dem sich leider wenig tut. Hier wäre es hilfreich, wenn die Maßnahmen aus der Agenda von aaia und AustrianStartups umgesetzt werden“, so Sammer. Wie berichtet, fordern diese Organisationen (wie auch andere) seit längerem unterschiedliche Maßnahmen – unter anderem die Einführung eines Beteiligungsfreibetrags, um mehr privates Kapital für Startup-Investments zu mobilisieren (Trending Topics berichtete).

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