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Graz: Eine Halle für Jungunternehmer

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Große wie kleine Unternehmen können in die Flexbox Halle am Grazer Südgürtel einziehen © Schwarzl Flexbox / Christian Jungwirth
Große wie kleine Unternehmen können in die Flexbox Halle am Grazer Südgürtel einziehen © Schwarzl Flexbox / Christian Jungwirth

Günstige Büroflächen zu flexiblen Konditionen sind für Start-ups oft nur schwer zu bekommen. In Graz verspricht die Schwarzl Flexbox nun Abhilfe zu schaffen. Bauherr Karl Schwarzl, 88, errichtete die Halle mit 10.000 Quadratmetern auf dem Areal von ehemaligen Obst-Gemüse-Lagerhallen an der Puntigamerstraße 88. Die Flexbox bietet im Erdgeschoß Platz um Büros in Form von Containern einzurichten, sowie im Obergeschoß ausreichend Lager- und Logistikflächen für schnell expandierende Unternehmen. Anschlüsse für Strom, Wasser und Internet sind vorhanden und die Elektrizität wird von der eigenen Photovoltaikanlage am Dach erzeugt.

„Rund ein Drittel der Fläche der Schwarzl Flexbox sind bereits vermietet“, erklärte Schwarzl bei der Besichtigung des Objekts. Rund 12 Millionen Euro an Eigenkapital hat die steirische Unternehmerlegende in die Halle investiert, die Ende November 2016 offiziell eröffnet wird. „Ihren wahren Wert entwickelt die Halle jedoch erst mit der Fertigstellung des Südgürtels“, erläuterte Schwarzl und bezog sich damit auf den Bau der Grazer Ringstraße, die nach jahrzehntelanger Planung nun gebaut und 2017 fertiggestellt werden soll.

Unternehmerlegende Karl Schwarzl ist auch mit 88 noch für Start-ups aktiv © Schwarzl Flexbox / Christian Jungwirth
Unternehmerlegende Karl Schwarzl ist auch mit 88 noch für Start-ups aktiv © Schwarzl Flexbox / Christian Jungwirth

Start-up Hallen, ein internationaler Trend

Graz schließt mit der Flexbox an einen internationalen Trend an, der es jungen Start-ups zu ermöglichen versucht, möglichst schnell an kostengünstigen Büroraum zu flexiblen Konditionen zu kommen. Projekte wie Seattles Startup Hall, die Neuausrichtung der Condon Hall der Washington University zum Start-up Nexus oder die geplante größer Start-up Halle der Welt in Paris, die Halle Freyssinet, zeigen auf wie ernst viele Städte, Organisationen und

Investoren diesen Bedarf nehmen.

Inkubatoren, Gründerzentren und Accelerators sollen den jungen Unternehmen bei diesen ersten Schritten idealerweise zur Seite stehen, weshalb diese auch oft selbst Räumlichkeiten für die Anfangsphase anbieten. Auch Coworking Spaces boomen, besonders in Wien. Sobald aber eine gewisse Größe erreicht ist, wird ein eigenes Büro notwendig, finanziell aber schnell zum riskanten Kraftakt.

Der Preis ist heiß, die Logistik auf Eis

Mit einem Netto-Quadratmeterpreis von 4,50 Euro will die Schwarzl Flexbox es Jungunternehmen ermöglichen, ihre Büromieten auch ohne Aufnahme eines Kredits zu stemmen. Zudem ist die Miete in der Halle steuerlich voll absetzbar, was für Start-ups ein netter Bonus ist.

Die Flexbox bietet auf 10,000 Quadratmeter Platz für Büros und Lagerflächen in innerstädtischer Lage © Schwarzl Flexbox / Christian Jungwirth
Die Flexbox bietet auf 10,000 Quadratmeter Platz für Büros und Lagerflächen in innerstädtischer Lage © Schwarzl Flexbox / Christian Jungwirth

Darüber hinaus punktet die Halle in Graz vielleicht zwar nicht mit beeindruckender Optik, dafür aber mit sehr guter logistischer Anbindung. So sind beispielsweise die Lagerflächen im Obergeschoß direkt von LKWs mit bis zu 7,5 Tonnen Gewicht befahrbar und 1,000 Quadratmeter Kühlräume erlauben auch ausgefallenere Produktideen. Ein weiter großer Pluspunkt ist die Anbindung an den zukünftigen Südgürtel, der einen Direktanschluss an die Autobahn haben wird.

Ab Ende November können von der Schwarzl Flexbox dann bahnbrechende Ideen in die ganze Welt rollen, ganz gleich ob heiß oder eisgekühlt.

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