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Corona-Krise: Google veröffentlicht Berichte zu Mobilitätsverhalten

© Photo by Carl Nenzen Loven on Unsplash
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Minus 87 Prozent in Restaurants, Cafes, Einkaufszentren, Museen oder Kinos. Minus 64 Prozent in Geschäften, Märkten oder Apotheken. Minus 43 Prozent an öffentlichen Plätzen. Minus 71 Prozent in öffentlichen Verkehrsmitteln. Google hat in seinen neuen COVID-19 Community Mobility Reports jetzt Daten veröffentlicht, die zeigen sollen, wie sich das Mobilitätsverhalten der Menschen in verschiedenen Ländern durch die Ausgangsbeschränkungen verändert hat. Auch für Österreich liegen jetzt Zahlen vor.

Google will diese Daten, die derzeit in PDFs vorliegen, in erster Linie den Gesundheitsbehörden zur Verfügung stellen, damit diese überprüfen können, ob „Social Distancing“-Maßnahmen greifen. Die Daten stammen aus der weltweit beliebten App Google Maps und werden aggregiert und anonymisiert. Die Daten sollen in Folge prozentuelle Zunahmen bzw. Abnahmen in Prozentzahlen zeigen, absolute Zahlen (z.B. wie viele Nutzer haben einen Park besucht) werden nicht veröffentlicht.

130 Länder und mehr

Die Daten stammen konkret von jenen Google Maps-Nutzern, die die Funktion „Location History“ aktiviert haben. Damit sie nicht auf einzelne Personen zurückzuführen sind, setzt Google eigenen Angaben zufolge auf „Differential Privacy“. Das werde bereits bei der Berechnung von Stoßzeiten Geschäften oder bei der Anzeige von Staus so gemacht. Es sollen nicht nur Auswertungen für über 130 Länder gemacht werden, sondern auch für einzelne Regionen.

Über diese öffentlich zugänglichen Reports hinaus arbeitet Google mit Epidemiologen zusammen und stellt diesen ebenfalls Datensets zur Verfügung. Diese sollen damit Vorhersagen zur Ausbreitung der Epidemie treffen können, Stadt- und Verkehrsinfrastrukturen planen sowie ein Verständnis für Mobilität und der Reaktionen der Menschen bekommen.

Rund um die Bekämpfung des Coronavirus setzen immer mehr Staaten auf Big Data. Wie berichtet haben etwa die US-Behörde CDC sowie die britische Gesundheitsbehörde NHS bereits Software von Palantir Technologies im Einsatz (Trending Topics berichtete).

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