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Google kauft kanadischen AR-Brillenhersteller North

© North
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Nach dem Scheitern am Konsumentenmarkt ist die Sache für Google noch nicht gegessen. Und so kauft sich der Internet-Konzern mit dem kanadischen Hersteller von Augmented-Reality-Brillen North einen Spezialisten, der bereits ein solches Gadget auf den Markt gebracht hat. North hat 2019 seine Focals-Brillen um 600 Dollar auf den Markt gebracht, die mit Hilfe eines Lasers Informationen vor die Augen des Trägers visualisieren können.

Google gibt dabei nicht bekannt, wie viel Geld man für die Übernahme springen hat lassen. Öffentlich ist immerhin, dass North seit der Gründung 2012 etwa 200 Millionen Dollar Investments aufgenommen hat. „North’s technisches Fachwissen wird uns helfen, wenn wir weiterhin in unsere Hardware-Bemühungen und in die Zukunft des Ambient Computing investieren. Sie werden sich dem Google-Team anschließen, das in Kitchener-Waterloo, der Heimatstadt von North in Kanada, einem Gebiet mit beeindruckenden technischen Talenten, ansässig ist“, so Rick Osterloh, Hardware-Chef bei Google.

Damit spitzt sich das Rennen um eine wirklich massentaugliche AR-Brille zu. Vielleicht gar nicht zufällig hat Facebook fast zeitgleich zum Google-Annoucement einen Prototypen einer AR-Brille gezeigt, der schon recht nah an eine herkömmliche Sonnenbrille herankommt. Außerdem gab es zuletzt auch einen großen Leak rund um eine „Apple Glass“. Auch der iKonzern wird voraussichtlich Ende 2021, Anfang 2022 eine eigene AR-Brille auf den Markt bringen. Das Wearable soll etwa 500 Dollar kosten und natürlich eng mit dem iPhone zusammenspielen.

Google hat sich nach dem Rückschlag bei Google Glass vorläufig vom Konsumentenmarkt verabschiedet und die AR-Brille auf die Zielgruppen Corporates und Developer getrimmt. Durch die Übernahme von North könnte sich nun eine Rückkehr in den Konsumentenmarkt ankündigen.

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