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Google Jobs startet in Österreich – aber karriere.at sperrt die Crawler aus

Google-Suche am Smartphone. © Solen Feyissa on Unsplash
Google-Suche am Smartphone. © Solen Feyissa on Unsplash

2018 gab es am heimischen Markt für digitale Stellenanzeigen schon einmal größere Aufregung. Damals startete Facebook Jobs und hätte lokalen Job-Plattformen Konkurrenz machen sollen. Doch Facebook schaffte es nie wirklich, sein Angebot für Stellenauschreibungen in Österreich und anderen Ländern populär zu machen – und heimische HR-Plattformen ließen sich durch den Mitbewerb aus dem Silicon Valley nicht aufhalten.

Nach Facebook kommt nun Google mit dem heutigen Tag in den Markt. Seit heute finden sich bei entsprechenden Suchanfragen in den Ergebnisseiten auch relevante Stellenausschreibungen. Zum Start der neuen Funktion in Österreich kooperiert Google mit zahlreichen lokalen und internationalen Partnern, darunter das derStandard-Stellenportal, XING oder academics.at. Auch Stellenanzeigen von der karriere.at-Tochter hokify, Linkedin oder myAbility sowie von zahlreichen Karriereseiten von Unternehmen werden gelistet. 2017 wurde die Jobfunktion erstmals in den USA eingeführt, mittlerweile ist sie in über 120 Ländern weltweit verfügbar.

Facebook Jobs: Das halten österreichische HR-Startups von der neuen Konkurrenz

Job-Portals docken an Google an

„Dank der Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Partnern können Jobsuchende fortan auch in Österreich noch schneller nach relevanten Job-Angeboten der Jobportale suchen und auf hilfreiche Informationen zu Arbeitgeberbewertungen und Bewerbungsmodalitäten zugreifen“, heißt es seitens Christine Antlanger-Winter, Country Director von Google Austria. Partner wie etwa derStandard.at verspricht sich von der Integration der eigenen Daten in die Google-Jobsuche „größere Reichweite und eine höhere Sichtbarkeit unserer Stelleninserate“.

Angebote, die bei Google Jobs ihre Stellenauschreibungen listen lassen und somit direkt durchsuchbar machen möchten, müssen Google das Crawlen der Seite erlauben und strukturierte Daten zur Verfügung stellen. „Voraussetzung ist, dass der Googlebot deine Webseiten mit den Stellenausschreibungen crawlen kann und nicht durch eine robots.txt-Datei oder ein Meta-Tag blockiert wird“, heißt es dazu seitens Google.

Lässt man das zu, dann werden in den Google-Ergebnissen Vorschauen auf Stellenausschreibungen angezeigt, ohne auf das eigentliche Job-Portal weiterzuleiten. Acuh, wenn man darauf klickt, werden weiterführende Informationen wie Beschreibung und Erfahrungsberichte zum Unternehmen und zum Job an sich direkt bei Google angezeigt.

karriere.at will vorerst nicht kooperieren

Dass kann, muss aber nicht jedem Job-Portal gefallen. Google wurde in der Vergangenheit immer wieder dafür kritisiert, sehr viele Daten in seinen Suchergebnissen anzuzeigen, die dann das Weiterklicken auf Seiten, von denen die Daten kommen, nicht mehr notwendig machen. Gerade für werbefinanzierte Webseiten kann das ein Problem sein, wenn Nutzer bei Google bleiben und dann dort die Werbung sehen.

Bei karriere.at will man zum Start vorerst nicht mit Google bei der Job-Suche kooperieren, lässt dementsprechend die Google-Crawler nicht in das eigene Webangebot hinein. „Wir schauen uns Google for Jobs in Ruhe an und werden zu einem späteren Zeitpunkt bewerten, ob eine Kooperation für uns sinnvoll ist“, heißt es dazu seitens karriere.at-CEO Georg Konjovic.

Disclaimer: Ein früheres, ausführlicheres Statement hat karriere.at zurückgezogen.

Zwei Drittel der Google-Suchen enden ohne Klicks

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