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Goldman Sachs steigt bei britischer Neobank Starling ein – Angriff auf Resteuropa

Anne Boden, Gründerin von Starling Bank. © Starling Bank
Anne Boden, Gründerin von Starling Bank. © Starling Bank

Es gibt Revolut, es gibt Monzo – und es gibt Starling. Im Fintech-Epizentrum rund um London sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Neobanken entstanden, die man am europäischen Kontinent gar nicht so genau kennt. Wer aber in den vergangenen Jahren Großbritannien und vor allem London besucht hat, der weiß, dass Starling dort omnipräsent ist. 2014 von Anne Boden gegründet, könnte 2021 zum entscheidenden Jahr für die Challenger-Bank werden.

Denn soeben wurde bekannt gegeben, dass niemand Geringerer als Goldman Sachs knapp 58 Millionen Euro (£50 Mio.) in Starling Bank investiert hat. Mit dem Geld wird die Series D Finanzierungsrunde vom März 2021 auf satte 372 Millionen Euro (£322 Mio.) erweitert, die Bewertung von Starling liegt bei nunmehr mehr als einer Milliarde Euro. Das ist stattlich, allerdings liegen Revolut oder N26, die beide mittlerweile in die USA drängen, bei den Bewertungen schon länger deutlich höher. Dass Goldman bei einem Startup investiert, ist nicht ungewöhnlich – ein Engagement bei einer europäischen Jungbank aber schon.

Die Starling-Bank-App. © Starling Bank
Die Starling-Bank-App. © Starling Bank

Fokus auf Kredite, Expansion in Resteuropa

„Starling ist eine der führenden und innovativsten digitalen Banken in Großbritannien mit einem ambitionierten, technologieorientierten Führungsteam und adressiert eine große Marktchance. Wir freuen uns, ihr Wachstum mit dieser Investition zu unterstützen und glauben, dass das Unternehmen ein nachhaltiges langfristiges Ertragspotenzial hat“, heißt es seitens James Hayward, Managing Director bei Goldman Sachs. Starling ist derzeit noch auf den britischen Markt fokussiert, will im Zuge der Finanzierungsrunde aber auch in Resteuropa Fuß fassen.

Aktuell zählt die Neobank mehr als 2 Millionen Konten, 350.000 davon sind Business-Kunden – ist damit aber deutlich kleiner als N26 oder Revolut. Mit der US-Großbank an Bord will Gründerin Boden aber nun zum Großangriff blasen. „Goldman Sachs wird uns bei der weiteren Expansion der Kreditvergabe in Großbritannien sowie bei unserer europäischen Expansion und den geplanten M&A-Aktivitäten wertvolle Erkenntnisse liefern“, so Boden. Geplant ist demnach, andere Player am Markt zuzukaufen. Man darf also gespannt sein, in welche Richtung es gehen wird. Dem Deal muss aber noch die britischen Aufsichtsbehörden zustimmen.

Starling Bank: Britische Neobank will mit frischem Investment nach (Rest-)Europa

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