Channel

Health

Gastronomie

getsby: Wiener Startup macht digitale Corona-Gästeliste kostenlos

Die Getsby-App am iPhone X. © Gets.by
Die Getsby-App am iPhone X. © Gets.by

Seit heute, Montag, gelten in Wien und Niederösterreich neue Regeln in der Gastronomie. Wer etwa ein Restaurant, aber auch eine Kantine in einem Coworking Space betritt und sich dort sein Essen abholt, der muss sich in einer Liste eintragen. Diese soll später im Falle des Falles dazu dienen, um Kontaktpersonen eines Corona-Verdachtsfalls bzw. eines Corona-Infizierten ermitteln zu können.

Diese neuen Regeln haben wie berichtet eine kleine Flut an neuen Services ausgelöst, die diese Corona-Gästelisten digitalisieren wollen. Neue Dienste wie Besucherliste.at,  gast-checkin.at, cowirt.at oder ibindo.at buhlen seit heute um die Gunst der angeschlagenen Wirte und versuchen, teilweise monatliche Gebühren für den Service einzuheben (Trending Topics berichtete).

Nicht so das Wiener Startup getsby, das bisher vor allem für seine Payment-Dienste für Take-Away-Lokale bekannt geworden ist (und vielleicht auch für das seltsame Verhalten eines seiner Mitgründer). getsby bietet Lokalbetreibern eine digitale Lösung zur Registrierung von Gästen kostenlos an. Wie bei vergleichbaren Lösungen gibt es auch hier einen QR-Code, den Besucher eines Restaurants scannen und so auf eine mobile Webseite gelangen, auf der sie Daten Wie Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse eintragen.

Digital löschen statt analog schreddern

„Nach erfolgreicher Gästeregistrierung kann der Gast wie gewohnt beim Kellner bestellen“, heißt es seitens getsby. Und: „Optional kann der Gast auch gleich über die integrierte Digitale Speisekarte bestellen.“ Heißt im Klartext: getsby nutzt die Gelegenheit, um Wirte in die eigene App zu holen. Diese bietet generell eine digitale Speisekarte und die Möglichkeit, sich das Essen zur Abholung vorzubestellen.

Auf die Daten der Gäste, die sich in die Corona-Besucherliste eintragen, wird übrigens laut getsby nur „im Anlassfall“ zugegriffen – nämlich dann, wenn die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde dies verlangt. Um dem Datenschutz zusätzlich Rechnung zu tragen, werden die Daten entsprechend der Verordnung des Magistrats der Stadt Wien automatisch nach 4 Wochen gelöscht, heißt es seitens des Unternehmens.

Einen guten Grund, warum man als Lokalbetreiber nicht einfach auf Papier zurückgreifen sollte, liefert das Startup gleich mit. Denn wenn die Zettel mit durchaus heiklen Daten wie Namen und Telefonnummer nach vier Wochen nicht ordnungsgemäß vernichtet werden, drohen hohe Strafen der Datenschutzbehörde. „Ein einfaches Entsorgen im Müll ist nicht zulässig, sondern die Zettel müssen geschreddert werden oder ein Entsorgungsunternehmen muss mit der Schredderung beauftragt werden“, heißt es seitens getsby.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen
Corona-Krise