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Galaxy Digital kauft BitGo: Milliardenübernahme in der Krypto-Industrie

Michael Novogratz, CEO von Galaxy Digital. © Seb Daly / RISE via Sportsfile (CC BY 2.0)
Michael Novogratz, CEO von Galaxy Digital. © Seb Daly / RISE via Sportsfile (CC BY 2.0)

Der Multimilliardär Michael Novogratz hat zugeschlagen. Seine Firma Galaxy Digital, die sich als Asset-Manager auf Kryptowährungen spezialisiert hat und zu den größten Bitcoin-Investoren der Welt zählt, hat soeben eine Milliardenübernahme bekannt gegeben. Um satte 1,2 Milliarden Dollar wird das Unternehmen BitGo, das sich auf digital Infrastruktur für Krypto.Assets spezialisiert hat, zugekauft. Der Deal wird in Cash als auch Aktien abgewickelt, wobei etwa 265 Millionen Dollar an die Shareholder von BitGo fließen.

Durch den Zukauf erhält Galaxy Digital nicht nur Zugriff auf die Technologien von BitGo, sondern auch auf die rund 400 BitGo-Kunden und die Mannschaft, die auch 50 hochspezialisierte Fachkräfte im Blockchain-Bereich beinhaltet. Novogratz möchte sein Unternehmen so als „Full-Service-Plattform für Institutionen, die Zugang zur Kryptowirtschaft suchen“, positionieren. Zu den Kunden von BitGo zählen etwa BitStamp, Pantera, ZCash oder Nexo. Ihnen werden Wallets, Trading-Dienste oder Steuer-Services angeboten.

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Unternehmenskunden im Visier

BitGo hat als Custody-Anbieter ein verwahrten Vermögen von über 40 Milliarden US-Dollar „under Management“ und betreut über 150 Börsen und 400 institutionelle Kunden. Pro Monat werden 30 Milliarden Transaktionen verarbeitet, und mit Hilfe der Wallet-Plattform können mehr als 400 verschiedene Coins und Token verwahrt werden. BitGo-CEO Mike Belshe wird stellvertretender CEO von Galaxy Digital, und die BitGo-Shareholder werden künftig etwa 10 Prozent an Galaxy Digital halten. Der Deal soll im vierten Quartal 2021 durch sein, noch müssen Regulierungsbehörden der Übernahme zustimmen.

Auch dieser Deal zeigt wieder, wie stark Unternehmer 2021 auf Krypto-Assets setzen – in diesem Fall sind es große Unternehmenskunden, die durch das kombinierte Angebot angesprochen werden sollen. Auch immer mehr US-Großbanken arbeiten an Investment-Vehikeln, um Unternehmenskunden und Wohlhabende in Kryptowährungen investieren zu lassen.

Wie berichtet haben in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche Top-Investoren viele hunderte Millionen Dollar in Krypto-Startups und Scale-ups gepumpt. Parallel dazu stiegen die Kurse von Assets wie Bitcoin und Ethereum in immer neue Höhen. Mittlerweile macht sich aber auch Angst vor einer Blase breit – Dogecoin ist Ausdruck der Entwicklung.

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