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CEOs von Apple, Google, Facebook und Amazon nach Washington zitiert

Die CEOs von GAFA. © Amazon, Google, Apple & Facebook, Montage Trending Topics
Die CEOs von GAFA. © Amazon, Google, Apple & Facebook, Montage Trending Topics

Ok, der 27. Juli wird ein legendärer Tag. An diesem Mittwoch in drei Wochen wird es ein historisches Hearing des Antitrust-Komitees des US-Repräsentantenhauses geben, zu dem alle vier CEOs der größten IT-Konzerne der USA geladen sind. Die prominente Gästeliste a.k.a. Zeugenliste würde jedem Event-Manager zu Freudentränen rühren und liest sich wie folgt:

  • Jeff Bezos, CEO, Amazon
  • Tim Cook, CEO, Apple
  • Sundar Pichai, CEO, Google
  • Mark Zuckerberg, CEO, Facebook

„Seit letztem Juni untersucht der Unterausschuss die Dominanz einer kleinen Anzahl von digitalen Plattformen und die Angemessenheit der bestehenden Kartellgesetze und deren Durchsetzung“, heißt es seitens des Ausschusses. Die Aussagen der CEOs seien entscheidend dafür, um die Untersuchungen abzuschließen.

Die Frage, wie und ob die GAFA-Konzerne den Wettbewerb zu ihren Gunsten beeinflussen bzw. kleinere Player am Markt ihre Bedingungen aufzwingen, schwelt schon seit langem. In der EU hat Google deswegen bereits Milliardenstrafen aufgebrummt bekommen, zuletzt ist wie berichtet auch Apple ins Visier der EU-Wettbewerbshüter geraten. Diesmal geht es um die Regeln im App Store und die Einschränkungen bei Apple Pay. Auch Amazon soll Gerüchten zufolge eine Wettbewerbsbeschwerde der EU bekommen.

Erfahrung mit Hearings

Auch in den USA gibt es mehrere Untersuchungen zur Marktdominanz von Facebook, Google und Amazon. Mark Zuckerberg, Sunbar Pichai und Tim Cook haben bekanntermaßen bereits Erfahrung mit Hearings in Washington – sie mussten sich für den Cambridge Analytica-Skandal, für Einflussnahme auf Inhalte in der Suchmaschine respektive für Steuervermeidung vor Ausschüssen rechtfertigen.

Interessanterweise wurde kein Vertreter Microsofts zu dem Hearing geladen. Wie berichtet gibt es aber auch gegen den Software-Riesen aus Seattle Vorwürfe. So würde Microsoft sein Kommunikations-Tool Teams mit Hilfe von Windows 10 bevorzugen, beanstandete erst kürzlich Slack-CEO Steward Butterfield (Trending Topics berichtete). Microsoft hat sich nach den Kartellklagen vor vielen Jahren mittlerweile aus der Schusslinie gehalten und setzt mittlerweile stark auf Open Source und Kooperationen.

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