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Fretello: Die Linzer App, die dir zeigt, wie man Gitarre spielt (und auch gleich filmt)

Die Fretello-App am Marshall-Smartphone. © Fretello, Montage Trending Topics
Die Fretello-App am Marshall-Smartphone. © Fretello, Montage Trending Topics

Zehn Euro pro Monat. So viel (oder wenig) kostet es heute, wenn man mit Hilfe einer Smartphone-App Gitarre spielen lernen möchte. Das Linzer Startup Fretello der beiden Gründer Wolfgang Damm und Florian Lettner ist im vergangenen Jahr angetreten, um Musikbegeisterten einen einfachen, günstigen und trotzdem effizienten Weg anzubieten, das Beste aus den Saiten zu holen.

Es sind rund 100.000 Nutzer, die sich die grundsätzlich kostenlosen Apps der jungen Firma installiert haben. Leicht ist es nicht, sich gegen Konkurrenten wie den Gitarren-Hersteller Fender durchzusetzen, die ebenfalls mobile Software für angehende Gitarreros anbieten. Doch Lettner und Damm wollen sich mit einer besonderen Lehr-Methode vom Rest des Markts unterscheiden.

Anstatt dem Nutzer einfach Griffe am Display anzuzeigen und bekannte Songs nachspielen zu lassen, lehrt Fretello mit Hilfe von rund 5.000 Übungen aus der Pentatonik zu den Techniken wie Alternate-Picking, Legato, Economy-Picking oder Double-Picking. Damit der User nicht am Trockenen üben muss, gibt es rund 250 verschiedene Jam-Tracks, die man beim Saitenzupfen im Hintergrund abspielen kann.

Eine App, die mithört

Zwar ist Fretello natürlich nicht mit einem Gitarrenlehrer aus Fleisch und Blut zu vergleichen, doch immerhin schenkt sie dem Schüler ein Ohr. So kann sie laufend das Übungstempo optimieren und die Geschwindigkeit der Jam-Tracks an das Können der Nutzer anpassen. Nach rund vier Monaten, versprechen Lettner und Damm, soll man, wenn man drei Mal pro Woche 20 Minuten trainiert, deutlich besser Gitarre spielen können als zuvor.

Florian Lettner (CEO) and Wolfgang Damm (CTO) vom Linzer Startup Fretello. @ Jakob Steinschaden
Florian Lettner (CEO) and Wolfgang Damm (CTO) vom Linzer Startup Fretello. @ Jakob Steinschaden

Damit die Nutzer, wenn sie sich die Software installiert haben, einmal auf den Geschmack kommen, sind die ersten zwei Trainingseinheiten kostenlos. Danach muss man per In-App-Kauf die nächsten Lektionen freischalten – pro Monat bezahlt man dafür zehn Euro, wer gleich das ganze Jahr bucht, dem werden 100 Euro verrechnet.

Aufs nächste Level

Um die angehenden Musiker durch weiter begleiten zu können, haben Lettner und Damm schließlich auch eine zweite App entworfen – „Fretello Stage„. Beherrscht man die Gitarre erst einmal, kann man mit ihrer Hilfe zu rund 7.000 Jam-Tracks aus unterschiedlichsten Musikrichtungen (Pop, Rock, Blues, Heavy Metal) jammen. Das Wichtigste dabei: Die Jam-Session kann man mit dem Smartphone als Video festhalten, ein wenig nachbearbeiten und dann die eigene Kunst via Social Media in die Online-Welt blasen. Auch hier ist die Basis-Version der App kostenlos, bestimmte Zusatzinhalte belaufen sich auf einen bis 3,50 Euro.

Lettner und Damm stehen mit ihrer Firma, die eigentlich Pocket Lifestyle IT-Solutions GmbH heißt, noch ganz am Anfang. Erste Erfolge in den App Stores von Google und Apple geben ihrer Idee aber recht. Bei der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ versuchten die beiden Gründer, sich einen Investor zu angeln. Außerdem geht es im März Richtung Austin in Texas. Am dortigen SXSW-Festival wollen Lettner und Damm ordentlich Promotion machen, um den Fuß in die Türe des wichtigen US-Markts zu bekommen.

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