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14-jähriger Gründer: „In der perfekten Schule lernen Schüler selbstständig und im eigenen Tempo“

Moritz Lechner, Erfinder der Freebiebox. © Freebiebox
Moritz Lechner, Erfinder der Freebiebox. © Freebiebox

Moritz Lechner ist 14 Jahre alt und Gründer von Freebiebox (Trending Topics berichtete) – und damit der jüngste Gründer Österreichs. Er interessiert sich sehr für Wirtschaft und insbesondere Start Ups. Moritz besucht die Schumpeter Handelsakademie im 13. Bezirk und geht dort in eine spezielle Klasse mit dem Schwerpunkt Entrepreneurship.

Freebiebox ist eine Überraschungsbox, gefüllt mit verschiedensten Werbeprodukten, die von verschiedenen Unternehmen gebrandet sind. Mit Freebiebox erhalten Kunden hochwertige Alltagsprodukte aufgrund des Brandings günstiger und haben zusätzlich noch den Überraschungseffekt, da sie nicht genau wissen, welche Produkte sie erhalten werden. Mit Hilfe eines Fragebogens werden die Kisten, die online bestellt werden können, individuell und je nach Kunden zusammen gestellt. Dadurch erhält jeder Kunde nur Artikel, die er auch wirklich gebrauchen kann.

Was treibt dich im Leben an?

Mich treibt im Leben die Motivation an, etwas Neues zu schaffen und meine Ziele zu erreichen.

Was macht dich so ganz persönlich aus?

Mich machen besonders mein Durchhaltevermögen und mein Ehrgeiz aus, denn wenn ich mir etwas vornehme, gebe ich alles, um es auch wirklich zu erreichen. Außerdem bin ich immer motiviert und gebe in jeder Lebenssituation mein Bestes.

Wie hast du die Idee für die Freebiebox entdeckt?

Die Idee zu Freebiebox ist mir gekommen, weil ich zwar einerseits schon immer hochwertige und nützliche Werbeartikel selbst gerne verwendet habe, aber andererseits ist mir aufgefallen, dass diese oft zu den falschen Leuten geraten und dadurch dann im Endeffekt im Müll landen, obwohl sie sehr hochwertig und durchaus auch teuer sind.

Was fasziniert dich am Unternehmertum?

An Entrepreneurship fasziniert mich besonders, dass man seine eigenen Ideen in die Tat umsetzen und wirklich etwas verändern kann.

Wie sollte aus deiner Sicht die optimale Schule aussehen?

Die perfekte Schule ist für mich eine Schule, in der die Schüler selbständig und in ihrem eigenen Tempo lernen können. Ich selbst habe so eine Schule 7 Jahre lang besucht und kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass es wirklich das tollste Schulsystem ist, dass es gibt. Schulen können sehr viel zu Entrepreneurship beitragen. Beispielsweise können sie vermehrt Projekte in der Schule anbieten und die Schüler auch dabei unterstützen, ihre eigenen Ideen umzusetzen.

Wieviel Mut hat es gebraucht, um ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Es hat natürlich schon einigen Mut gebraucht, um mich zu trauen, mein eigenes Unternehmen zu gründen, denn es ist mit großen finanziellen und persönlichen Risiken verbunden.

Gibt’s Vorbilder für dich?

Mein Vorbild ist Ben Pasternak, ein 17-jähriger Startup-Millionär aus New York. Ich habe mir von ihm den Glauben mitgenommen, dass alles möglich ist, wenn man es nur will. Außerdem hat er die verrücktesten Ideen zum Erfolg gebracht und lebt nun ohne seine Eltern alleine in einer Wohnung in Manhattan.

Findest du bei uns genug Unterstützung für all deine Ideen?

Ich bin der Meinung, dass man in Österreich auf jeden Fall genug Unterstützung findet, um selbst ein Unternehmen zu gründen und all seine Ideen umzusetzen, aber in manchen Belangen wäre es sicherlich in größeren Ländern, wie den USA, einfacher. Das einzige Problem in Österreich ist, dass man erst ab 18 Jahren offiziell ein Unternehmen gründen darf. In anderen Ländern, wie zum Beispiel USA, Großbritannien und sogar in Deutschland ist dies schon früher möglich.

Was macht den Reiz an Unternehmertum für Dich aus?

Den Reiz von Unternehmertum macht für mich aus, dass man seine eigenen Ideen umsetzen kann. Außerdem hat man sehr viele Freiheiten und bestimmt selbst, wann man wie lange an was arbeitet. Es ist auch ein tolles Gefühl, wenn man super Kunden-Feedback bekommt und die Kunden glücklich macht.

Wo willst du in 2 Jahren stehen?

In 2 Jahren möchte ich mit Freebiebox eine in ganz Europa vertreten sein und eine am Markt etablierte Überraschungsbox werden. Zusätzlich habe ich schon viele weitere Ideen für Freebiebox und wie man das Unternehmen weiterentwickeln kann.

Gibt’s schon weitere Ideen von dir?

Es gibt schon einige neue Ideen, die ich plane umzusetzen, allerdings möchte ich mich jetzt mal auf Freebiebox konzentrieren und erst später an neuen Projekten und Unternehmen arbeiten.

Was würde der Welt abgehen, wenn es dich nicht geben würde?

Der Welt würde ein überaus motivierter und ehrgeiziger Gründer abgehen, wenn es mich nicht gäbe. Außerdem würden viele neue Ideen dann wahrscheinlich nie entwickelt werden.

Wer baut dich auf, wenn es einmal nicht so klappt?

Wenn es einmal nicht so läuft bauen mich in erster Linie meine Freunde und Familie auf. Ich genieße es sehr, trotz einem sehr engen Zeitplan noch so oft wie möglich Dinge mit meinen Freunden zu machen.

Was sagen eigentlich deine Schulkollegen, deine Freunde, deine Familie zu diesem Engagement?

Meine Schulkollegen, Freunde und Familie unterstützen mich so gut es geht bei meinem Unternehmen, und ich freue mich wirklich sehr über diese Hilfe. An dieser Stelle muss ich auch einen riesigen Dank an alle Schulkollegen, Freunde und Familie aussprechen, denn ohne sie wäre Freebiebox gar nicht möglich. Besonders, da ich in Österreich ohne die Hilfe meiner Eltern eigentlich offiziell noch gar kein Unternehmen gründen dürfte.

Way to Passion“ ist ein Projekt von Reinhard Herok und Thomas Peham. Ihr Ziel ist es, mit Interviews aufzuzeigen, wie leidenschaftliche Menschen einen Beitrag für eine bessere Welt leisten können. „Way to Passion“ stellt TrendingTopics.at ausgewählte Inhalte zur Zweitveröffentlichung zur Verfügung, vielen Dank dafür!

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