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ForTunes: Sechsstelliges Investment für das Wiener Musikdaten-Startup

Christoph Muck und Florian Richling von ForTunes, mit Albert Manzinger von PhonoNet Austria in der Mitte. © PhonoNet
Christoph Muck und Florian Richling von ForTunes, mit Albert Manzinger von PhonoNet Austria in der Mitte. © PhonoNet

Florian Richling und Christoph Muck haben wir 2018 auf dem SXSW-Festival kennengelernt. Für „verrückt“ haben sie damals andere bezeichnet, weil sie es tatsächlich gewagt haben, ein Startup namens ForTunes im Musikbereich zu gründen – in einer Branche also, in der es vor Urheberrechtsregeln, mächtigen Labels, schwierigen Stars und fordernden Fans nur so wimmelt. 2020, also zwei Jahre später, können Richling und Muck nun behaupten – das Risiko, das hat sich ausgezahlt.

Denn mit PhonoNet Austria von Albert Manzinger haben die beiden Gründer nun einen Investor gefunden, der einen sechsstelligen Betrag in das Startup investiert. ForTunes ist eine App für Produzenten, Manager und Künstler gleichermaßen und bietet mit ihnen Social Media Monitoring an: So bekommt man in der App Daten dazu, in welchen Spotify-Playlists Songs gelandet sind, wie Nutzer auf YouTube ein Musikvideo kommentieren, ob und wie Fans Remixes von Musikstücken anfertigen oder welche Blogs über neue Veröffentlichungen berichten.

PhonoNet Austria steigt ein

PhonoNet wiederum betreibt ein so genanntes „Musik Promotion Network“ (MPN): Dieser Pool für neue Veröffentlichungen der Musiklabels in Österreich dient Unternehmen dazu, Daten für Bemusterung und Promotion zu finden. Künftig soll MPN um Daten von ForTunes angereichert werden.

© ForTunes
© ForTunes

„Mit unseren unterschiedlichen Services haben wir nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Digitalisierung der Branche geleistet, sondern auch für die Zusammenarbeit von Musikindustrie, Handel und Medien. Mit ForTunes erweitern wir unser Portfolio um einen wesentlichen Bereich und nutzen durch diese Kooperation wichtige Synergie-Effekte“, sagt Albert Manzinger, Geschäftsführer der PhonoNet Austria GmbH, über sein Engagement bei ForTunes.

Geschäftsmodell: Freemium

„Die Digitalisierung hat auf alle Bereiche der Musikbranche Einfluss genommen, jedoch konnten bis jetzt nicht alle gleichermaßen davon profitieren. Mit der Kooperation unserer App ForTunes und dem Service der PhonoNet GmbH, bauen wir neue Brücken zwischen Musikschaffenden, Industrie-, und Medienpartnern“, sagt ForTunes-Mitgründer Florian Richling.

Die Monetarisierung von ForTunes erfolgt über das beliebte Freemium-Geschäftsmodell. Basisfunktionen der App sind kostenlos, für die volle Dateneinsicht ist eine monatliche Gebühr fällig. Derzeit sollen es etwa 17.000 Künstler sein, die ihre Social-Media-Daten mit dem ForTunes-Cockpit tracken.

+++ ForTunes: Wiener Startup baut ein Social-Media-Cockpit für Musiker +++

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