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FMA nimmt erstes FinTech in Regulatory Sandbox auf

Helmut Ettl und Eduard Müller von der Finanzmarktaufsicht. © FMA
Helmut Ettl und Eduard Müller von der Finanzmarktaufsicht. © FMA

Die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat das erste FinTech in ihre Regulatory Sandbox aufgenommen. Das nicht nähere genannte Startup will eine App für den Handel von Security-Token anbieten. Denkbar wäre etwa Morpher, eine offizielle Bestätigung gibt es aber noch nicht.

FMA: „Innovation fördern“

In der Sandbox sollen „innovative Geschäftsmodelle, die der Finanzmarktregulierung unterliegen, auf die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen geprüft und zur regulatorischen Reife entwickelt“ werden, heißt es von der FMA. Die Sandbox stehe sowohl neu gegründeten Unternehmen als auch bereits beaufsichtigten Finanzdienstleistern zur „Erprobung und Entwicklung innovativer FinTech-Geschäftsmodelle“ offen. Helmut Ettl und Eduard Müller, Vorstand der FMA: „Unsere Regulatory Sandbox soll Innovationen fördern und so den Finanzplatz und Wirtschaftsstandort Österreich stärken. Wir als Aufsicht gewinnen dadurch auch einen besseren und tieferen Einblick in die laufenden technologischen Entwicklungen.“

Erstes Startup in der Sandbox

Vorerst wird sich dieser Einblick auf die Tätigkeiten eines Startups beschränken. Verraten wird nur, dass in der App des FinTechs Security Token gehandelt werden sollen, „Kauf- und Verkaufsaufträge bilateral vermittelt sowie Portfolio Management und Anlageberatung angeboten“ werden. Hinzu sollen Dienstleistungen in Bezug auf virtuelle Währungen kommen. Die Antragstellerin strebe eine „Konzession als Wertpapierfirma“ sowie eine „Registrierung als Dienstleister in Bezug auf virtuelle Währungen“ an. Bereits während der Testphase hat der Anbieter laut der FMA gegenüber Kunden alle regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Ohne behördliche Erlaubnis dürfe „auch in der Sandbox“ niemand konzessions- oder registrierungspflichtige Finanzdienstleistungen anbieten.

„Digitalisierung eine Chance für Unternehmen“

Finanzminister Gernot Blümel freut sich, „dass das jüngst geschaffene Angebot zur Unterstützung von Digitalisierung angenommen wird und nun bereits ein erstes FinTech-Unternehmen in der Sandbox aufgenommen ist“. Besonders in Zeiten der Krise sei die Digitalisierung eine Chance für Unternehmen in Österreich, die auch von staatlicher Seite gefördert werden muss. Blümel: „Die Regulatory Sandbox leistet dazu ihren Beitrag im Finanzbereich und ermöglicht damit Innovation für Unternehmen und ein besseres Angebot für österreichische Konsumenten.“

Das Sandbox-Programm der FMA wurde Anfang September 2020 eröffnet. Die Regulatory Sandbox soll die Kontaktstelle FinTech der FMA, die auch weiterhin zentrale Ansprechpartnerin für alle Fragen von FinTechs zur Konzessions-, Registrierungs-, oder Prospektpflicht bleiben wird, ergänzen.

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