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Flowfactory: Linzer Startup bietet wandelbaren Mini-Balkon fürs Fenster

Möbelstücke mit unterschiedlichen Funktionen, die eine optimale Nutzung des Wohnraums ermöglichen: Damit will das Linzer Startup Flowfactory überzeugen. Das in diesem Jahr gegründete Jungunternehmen hat mit dem „Balcosy“ bereits ein erstes Produkt entwickelt. Es handelt sich dabei um einen kleinen Tisch aus Holz, den Kunden durch Falten zu einem Mini-Balkon im Fenster umwandeln können. Das soll es ermöglichen, bequem und sicher auf dem Fensterbrett zu sitzen und so trotz begrenztem Raum in der Wohnung eine Art Terrasse im Kleinformat zu haben.

Idee stammt aus dem Lockdown

Flowfactory-Gründer Florian Holzmayer hatte die Idee zu Balcosy im Corona-Lockdown 2020. Er selbst wollte in seiner balkonlosen Wohnung in Linz am Fensterbrett sitzen und eine bequeme und sichere Lösung dafür finden. Sein baurechtlich zertifiziertes Möbelstück soll sich in nur wenigen Sekunden vom Tisch zum Balkon umwandeln lassen. „Einfach hochklappen und die Sonne genießen“, verspricht das Startup des Salzburgers, der Holzbau an der HTL Hallein studiert hat.

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Der Balcosy soll als kleiner Tisch vor dem Fenster montiert werden. Dabei sollen auch Heizkörper kein Hindernis sein. Indem Kunden den Tisch umdrehen und auf ihre Fensterbank klappen, wird daraus der Mini-Balkon. Ein ausklappbares Geländer soll verhindern, dass beim Sitzen Gefahren bestehen. Kunden sollen das Startup kontaktieren und das Möbelstück nach Maß anfertigen lassen können, damit es in jedes Fenster passt. Allerdings seien zumindest 1,20 Meter Platz vor dem Fenster nötig, um das Möbelstück auch als Schreibtisch verwenden zu können.

Flowfactory kooperiert mit regionalen Tischlern

Geplant sind bei den Mini-Balkonen auch Extras wie ein Aufstecktisch oder ein Getränkehalter, die den Balcosy noch bequemer machen sollen. Im Frühjahr 2022 soll der Verkaufsstart stattfinden. Bereits jetzt können Interessierte in ganz Österreich auf der Website von Flowfactory die Balkon-Alternative vorbestellen und in einem Beta-Programm können Kunden ihn bereits testen. Die Preis des günstigsten Modells der Möbel soll unter 500 Euro liegen. Auch eine Deluxe-Version ist geplant.

Startup Flexirio: Ein Bausatz, viele verschiedene Möbelstücke

Flowfactory hat nach eigenen Angaben Partnerschaften mit mehreren regionalen Tischlern aus Oberösterreich, die die Möbel herstellen. „Uns ist wichtig, die heimische Wirtschaft zu fördern und auf ökologisch hochwertige Materialien zu setzen“, erklärt Holzmayer. In Zukunft will das Startup auch weitere Multifunktionsmöbel entwickeln. Unterstützung hat Flowfactory unter anderem vom Linzer tech2b Inkubator erhalten. In diesem Monat konnte das Startup bei dessen Ideenwettbewerb Edison den silbernen Preis im Bereich Kreativwirtschaft erringen.

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