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Flohmarkt-App Shpock verpasst sich ein Redesign – und setzt wie Instagram auf die Kraft der Bilder

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Viele große Bilder. © Shpock
Viele große Bilder. © Shpock

Heavy-User werden es schon bemerkt haben: Die Wiener Flohmarkt-App Shpock, die der norwegische Medienkonzern Schibsted mit etwa 200 Mio. Euro bewertet und im Sommer 2015 (fast komplett) übernommen hat (TrendingTopics.at berichtete), sieht seit heute anders aus. Größere Bilder, mehr Symbole (Preise, Sternbewertungen), ein Farbleitsystem: Wie im Mobile-Bereich mittlerweile üblich zielt der neue Look darauf ab, den User den Content schneller mit einem Blick erfassen zu können – Text wird immer unwichtiger. Der Meinung sind übrigens international (Instagram: „Bilder werden unsere neuen Worte„) wie auch national (Miss-Magazin: „Text wird immer irrelevanter„) immer mehr Internet- und Medienunternehmen.

Auf Smartphones hat Shpock von einem dreispaltigen auf ein zweispaltiges Design gewechselt – das gibt den Produktbildern, die die User hochladen und die nunmehr ohne Rahmen angezeigt werden, mehr Raum. Nebeneffekt: Die App erinnert nicht mehr so stark an Pinterest, sondern geht Design-mäßig immer mehr in Richtung Instagram. Mit eingeblendeten Preisen und Sternbewertungen soll der Nutzer zusätzlich einen schnellen Eindruck über die Qualität der Ware machen können. Die native Werbung, die in den Stream der Updates gemischt wird (z.B. App-Download-Ads) bekommt übrigens den meisten Platz eingeräumt und wird über die ganze Breite des Displays angezeigt.

Erster Platz unter den Shopping-Apps

Die mehr als zehn Millionen Nutzer der App, über die (vor allem jüngere) Privatpersonen Second-Hand-Ware verkaufen, verzeichnet mehr als eine Milliarde Seitenaufrufe pro Monat in den iOS- und Android-Apps. Gerade nach Weihnachten, wo Menschen gerne ungewollte Geschenke verkaufen, hat Shpock einen Download-Boom erlebt und ist in Österreich, Großbritannien und Deutschland auf Platz eins der Shopping-Apps sowohl auf iOS als auch auf Android geklettert. Als Beweis liefert Shpock-Pressesprecher Fabio Tiani folgende Screenshots vom Analyse-Dienst App Annie:

© Shpock
© Shpock
© Shpock
© Shpock

 

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  • Sehr gutes Redesign von Shpock! 🙂
    Jedoch liegt der Titel dieses Artikels „… – und setzt wie Instagram auf die Kraft der Bilder“ stark daneben. Bei Instagram geht es bekanntlich NUR um Bilder, der Vergleich ist ziemlich schwammig 🙁

    • Hi phills.B!

      Bei Instagram geht es nicht nur um Bilder, sondern auch um Videos und natürlich auch um (manchmal viel) Text – siehe etwa beim Account von National Geographic (https://www.instagram.com/natgeo/). Gemeint ist, dass gerade auf Mobile mit kurzen Aufmerksamkeitsspannen Bilder das beste Mittel sind, um Information und Emotion schnell zu transportieren – und dafür steht Instagram wie keine andere App.

      lg, Jakob von Trending Topics

      • Danke für die Antwort.
        Der Grundgedanke von Instagram war – glaube ich – sicherlich das Teilen von Bildern … „Instagram ist ein kostenloser Online-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos … “ (https://de.wikipedia.org/wiki/Instagram)
        Wozu es sich heute entwickelt hat, ist eine andere Geschichte – vor allem wie die einzelnen User das Tool für sich einsetzen 😉

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