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FitApp: Der Grazer Runtastic-Klon schafft 1 Million Downloads – dank App Store Optimierung für Südamerika

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Who is who? FitApp ließ sich von Runtastic inspirieren. © FitApp, Runtastic
Who is who? FitApp (l.) ließ sich von Runtastic (r.) inspirieren. © FitApp, Runtastic

Bei welchem Erfolgsbeispiel sich die Grazer Fitness-App FitApp inspirieren ließ, lässt sich ziemlich eindeutig erkennen, wenn man die Software neben jene von Runtastic legt. Das Paschinger Vorbild hält derzeit bei mehr als 80 Millionen registrierten Nutzer bzw. 160 Millionen Downloads. Dass neben der Adidas-Tochter und deren Konkurrenten Nike+, Myfitnesspal (gehört Under Armor) oder Runkeeper (gehört Asics) aber noch Platz ist, beweist FitApp derzeit: Wie Gründer Daniel Wohlmuth und sein Neo-Partner Thomas Mühlbacher (Online-Chef von www.landwirt.com) TrendingTopics.at wissen ließen und in Screenshots darlegten, hat die App die wichtige Hürde von einer Million Downloads am Wochenende überschritten.

Wie konnte FitApp, die im Herbst 2014 startete, sich neben Runtastic und Co. durchsetzen? Der Trick heißt ASO (App Store Optimization) und die Spezialisierung auf noch nicht erschlossene Märkte wie Südamerika und Spanien. „Man muss ganz klar seine Zielgruppe kennen und auf dieser Basis Keywords und Beschreibungen für den App Store entwickeln. Durch meine App wurde ich zum ASO-Spezialisten“, sagt Wohlmuth. „Wenn man dann gute Texte und Keywords gefunden hat, kann man diese auf möglichst viele Sprachen übersetzen lassen. Dies ist zwar recht viel Aufwand, bringt aber den größten Erfolg. Mein Vorteil war es, dass die App von Anfang an auf Portugiesisch und Spanisch übersetzt war. Heute ist Südamerika mit Abstand der größte Markt der FitApp, gefolgt von Spanien und Deutschland.“

Grazer Startup FitApp mit 950.000 Downloads auf Überholspur
Wohlmuth und Mühlbacher beim sportlichen Fotoshooting. © FitApp

170.000 aktive Nutzer

Die Annäherung an die Millionen-Marke hat Mühlbacher, der in der Branche für seine Verdienste um das boomende Agrar-Portal landwirt.com bekannt ist, schließlich dazu gebracht, in FitApp zu investieren – ein Drittel der Firmenanteile gehören nun ihm, den Rest hält Wohlmuth. Die inspirierende Wirkung von Runtastic (mehr zu der Firma hier) wollen die beiden gar nicht abstreiten, erklären aber auch die Unterschiede. „Die App ist schlanker und damit einfach zu bedienen. Startknopf drücken und loslaufen ist die Devise in der Entwicklung“, sagt Wohlmuth. „Zusätzlich wollen wir den Usern eine möglichst anonyme App bieten, und deswegen ist eine Anmeldung nicht zwingend erforderlich.“

Die eine Million Downloads ist der eine Wert, spannender sind folgende: Sie zählt 170.000 monatlich und 19.000 täglich aktive Nutzer. Durch Mühlbachers Investment ist die Weiterentwicklung für die nächsten eineinhalb Jahr ausfinanziert, aber die App selbst wirft bereits Geld ab. „Die FitApp hat Werbung integriert und verfügt über ein kostenpflichtiges Premium-Modell (5 Euro, Anm.). Premium-User haben dann viele Zusatzfunktionen und eine werbefreie App“, sagt Wohlmuth. „Leider macht die FitApp aber zwei Drittel vom Umsatz mit Werbung, daher sind wir quasi dazu gezwungen, auch weiterhin Werbeeinblendungen zu schalten.“

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